DUTT STATT MÄHNE

Hat Manuela Schwesig eine neue Frisur?

Im ARD-Sommerinterview ist Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) mit einer veränderten Haarpracht zu sehen.
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dpa
Manuela Schwesig hat sich für das ARD-Sommerinterview von ihrer üblichen Fön-Welle verabschiedet.
Manuela Schwesig hat sich für das ARD-Sommerinterview von ihrer üblichen Fön-Welle verabschiedet. Screenshot tagesschau.de
Dutt statt Welle: Die veränderte Frisur aus rückwärtiger Perspektive.
Dutt statt Welle: Die veränderte Frisur aus rückwärtiger Perspektive. Screenshot tagesschau.de
Mit dieser Frisur kennt man Manuela Schwesig (SPD) normalerweise.
Mit dieser Frisur kennt man Manuela Schwesig (SPD) normalerweise. Jens Büttner / Archiv
Berlin.

Frisuren sind Teil der Persönlichkeit – das gilt auch in der Politik. Zwar sollten eigentlich nur politische Positionen und Inhalte im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stehen, aber die Realität sieht regelmäßig anders aus.

So diskutierte die halbe Republik einst über die Frage, ob Kanzler Gerhard Schröder (SPD) nun seine Haare schwarz färben ließ oder nicht – zumal er derartige Berichte gerichtlich verbieten lassen wollte. Die häufig eher nachlässig frisierte Angela Merkel (CDU) wiederum galt erst als Kanzlerinnen-tauglich, nachdem ihr Star-Friseur Udo Walz ihren bis heute bekannten Haarschnitt verpasst hatte.

Ebenso aufmerksam werden Frisur-Veränderungen registriert – etwa, als die designierte EU-Komissionschefin und frühere Bundesministerin Ursula von der Leyen (CDU) einst ihre langen Haare abschneiden ließ und sich eine Fön-Welle verpasste.

Schwesig: Neue Frisur oder Schutz gegen den Wind?

Von eben jener Fön-Welle hat sich Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin und kommissarische SPD-Bundesvorsitzende Manuela Schwesig am Sonntag verabschiedet: Im Sommerinterview mit dem ARD-Magazin „Bericht aus Berlin” präsentierte sie sich mit zum Dutt nach hinten gebundenen Haaren.

Wird sich die 45-Jährige nun also künftig häufiger für den strengen neuen Look entscheiden? Wahrscheinlich nicht, denn aus ihrem Umfeld verlautete als Erklärung für das veränderte Aussehen, es habe sich schlicht um einen Windschutz auf der zugigen Dachterasse des ARD-Hauptstadtstudios gehandelt.

Schwesig im Interview: SPD kommt wieder zu Kräften

In dem Interview äußerte Schwesig ihre Hoffnung, dass sich ihre Partei nach der Entscheidung über den Parteivorsitz und den Verbleib in der großen Koalition in den Umfragen wieder erholt. Die SPD sei in einer Übergangsphase, sagte sie. Viele sähen zwar, dass die SPD liefere, aber noch nicht, wie es mit der Partei weitergehe. „Ich bin sicher, wenn wir das alles am Ende des Jahres beantwortet haben, kommt die Unterstützung für die gute Regierungsarbeit, aber auch das Vertrauen für die Zukunft wieder zusammen.“

Kritik an den Umständen der Kandidatur von Vizekanzler Olaf Scholz für den Parteivorsitz wies Schwesig zurück. Die drei kommissarischen Parteichefs hätten in den vergangenen Wochen viele Gespräche geführt, betonte sie. „Und natürlich kannten wir auch die Überlegungen von Olaf Scholz.“ Aber jeder Kandidat entscheide selbst, ob er antrete, mit wem und wann er das bekannt mache.

Parteispitze soll keine Favoriten für Parteivorsitz nennen

Die Frage, ob sie einen Favoriten habe, wollte Schwesig nicht beantworten. „Denn wir als kommissarische Parteivorsitzende stehen für ein neutrales Verfahren, und dazu gehört natürlich, dass wir jetzt keine Empfehlungen abgeben.“ Sie rechne nicht damit, dass sich die Kür der neuen Parteispitze zu einem internen Lagerwahlkampf entwickele. Aber natürlich werde die Frage nach dem Verbleib der SPD in der großen Koalition eine Rolle spielen, sagte sie.

Der SPD-Vorsitz ist seit dem Rücktritt von Andrea Nahles im Juni vakant. Bewerbungen sind noch bis 1. September möglich. Danach folgen 23 Regionalkonferenzen, auf denen sich die Kandidaten vorstellen können. Faktisch bestimmt wird die Spitze in einer Mitgliederbefragung, formell abgeschlossen wird das Verfahren Anfang Dezember mit einem Parteitag in Berlin. Dort will die SPD auch über ihre Halbzeitbilanz der Koalition mit der Union abstimmen.

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Kommentare (10)

Nicht die frisur macht einen menschen zur geliebten person. Man denke nur an ...kleider machen leute....wo nichts ist kann auch ein perfektes haar nicht elfen.

Oh nein! Gott behüte uns. Wenn ich mich Recht erinnere, fing die mediale Vorbereitung zur Kanzlerschaft Merkels auch mit ihrer neuen Frisur an

Endlich wird mal Bericht erstattet über die wirklich wichtigen und bewegenden Themen- qualitativer Journalismus wird groß geschrieben - Glückwunsch!

Endlich wird mal Bericht erstattet über die wirklich wichtigen und bewegenden Themen- qualitativer Journalismus wird groß geschrieben - Glückwunsch!

... will sie damit nur zum Ausdruck bringen:Die SPD hat alles in den Dutt gehauen. Ein Wechsel an der Spitze wird daher auch nichts nützen, wenn nicht grundlegend die Politik der Sozialdemokraten geändert wird. Da hofft Frau Schwesig also umsonst drauf.

in Mecklenburg-Vorpommern, seit sie Herrn Sellering (nach dessen inzwischen geheilter Krebs-Erkrankung) als MV-Landes-Chefin im Jahr 2017 ablösen mußte.

Ach ja? Was macht sie denn so gut? Kann man das hier mal genauer erklären? Die kostenlose Kita kann es nicht sein, denn damit hat sie den zweiten Schritt vor dem ersten gemacht,nämlich nichts zur Verbesserung des Erzieherschlüssels getan. Und nur ein knappes Drittel der Eltern findet diese Entscheidung überhaupt richtig. Was gibt es denn noch für Heldentaten?

Es ist an und für sich schon eine Heldentat in einem ostdeutschen Bundesland Chefin zu werden. Hierzulande gibt es nämlich einen haufen Klugscheißer und Besserwisser, die einem das Leben zur Hölle machen, wenn man(n) oder frau auch nur einen (vermeintlich) falschen Satz sagt.

Ergebnisse zählen: kostenfreie Kindergärten und Kinderkrippen, schon mal sehr gut (Note 1), Tourismusboom im ganzen Bundesland MV in 2018 und erst recht in 2019 (zweistellige Zugewinne), für die Wirtschaft hierzulande und vor allem die Arbeitsplatz-Sicherheit ganz ausgzeichnet (Note 1+), Lehrer-Neueinstellungs-Programm aufgelegt (sogar Quereinsteiger werden genommen seit kurzem), gut (Note 2), Landes-Steuereinnahmen auf Rekordniveau, gut (Note 2-), Hansa Rostock noch nicht abgestiegen (ausreichend, Note 4)

Frühestens mit Mitte 50, andernfalls droht das Peter-Prinzip zum Tragen zu kommen