Insgesamt zählte die Polizei in Freiberg (Sachsen) rund 700 Teilnehmer bei einer nicht erlaubten Demo.
Insgesamt zählte die Polizei in Freiberg (Sachsen) rund 700 Teilnehmer bei einer nicht erlaubten Demo. Daniel Schäfer
Insgesamt zählte die Polizei in Freiberg (Sachsen) rund 700 Teilnehmer bei einer nicht erlaubten Demo.
Insgesamt zählte die Polizei in Freiberg (Sachsen) rund 700 Teilnehmer bei einer nicht erlaubten Demo. Daniel Schäfer
Insgesamt zählte die Polizei in Freiberg (Sachsen) rund 700 Teilnehmer bei einer nicht erlaubten Demo.
Insgesamt zählte die Polizei in Freiberg (Sachsen) rund 700 Teilnehmer bei einer nicht erlaubten Demo. Daniel Schäfer
Insgesamt zählte die Polizei in Freiberg (Sachsen) rund 700 Teilnehmer bei einer nicht erlaubten Demo.
Insgesamt zählte die Polizei in Freiberg (Sachsen) rund 700 Teilnehmer bei einer nicht erlaubten Demo. Daniel Schäfer
Auch in Erfurt gingen hunderte unerlaubt auf die Straße.
Auch in Erfurt gingen hunderte unerlaubt auf die Straße. Martin Schutt
Der "Montagsspaziergang" in Erfurt war laut Polizei nicht genehmigt.
Der "Montagsspaziergang" in Erfurt war laut Polizei nicht genehmigt. Martin Schutt
Auch in Erfurt gingen hunderte unerlaubt auf die Straße.
Auch in Erfurt gingen hunderte unerlaubt auf die Straße. Martin Schutt
Gegen Corona-Politik

Hunderte bei unerlaubten Protesten in Sachsen und Thüringen

In Sachsen sind Demos derzeit eigentlich so gut wie nicht erlaubt – doch daran haben sich am Montagabend viele hundert Menschen nicht gehalten.
dpa
Chemnitz

Mehrere Hundert Menschen haben am Montagabend laut Polizei in sächsischen Städten gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen protestiert. Sachsens Corona-Notfallverordnung gestattet derzeit nur ortsfeste Kundgebungen mit maximal zehn Teilnehmern. Diese Zahl wurde in allen Fällen überschritten.

Ex-Ostbeauftragter fordert Unterbindung der Proteste

Die Zusammenkünfte müssen unterbunden werden, forderte der Ostbeauftragte der bisherigen Bundesregierung, Marco Wanderwitz auf Twitter. „Dass in Sachsen in dieser Corona-Lage Gestörte und Rechtsradikale offenbar „erfolgreich“ Tag für Tag den Rechtsstaat mit öffentlichen Zusammenkünften vorführen, macht schweren Schaden.“

Mehr lesen: Gegner der Corona-Maßnahmen ziehen mit Fackeln durch Neubrandenburg

Rund 700 Menschen nahmen nach Angaben einer Polizeisprecherin in Freiberg an einem ungenehmigten „Corona-Spaziergang“ teil. Der Versuch, sie frühzeitig anzusprechen und die Versammlung aufzulösen, habe „wenig gefruchtet“. Die nicht angemeldeten „Spaziergänge“ und Aktionen seien aber soweit wie möglich aus der Innenstadt heraus gelenkt worden und ruhig verlaufen.

Proteste in zahlreichen Städten

Auch in Chemnitz und Zwickau liefen mehrere hundert Menschen im Protest gegen die Corona-Politik von Land und Bund durch die Stadt. Bis zu 300 Menschen seien zwischenzeitig auf den Straßen unterwegs gewesen, sagten die jeweiligen Polizeisprecher. Auch bei dem Einsatz in Chemnitz wurden rund 25 Anzeigen aufgenommen.

Proteste gab es laut Polizei auch in Dresden, Neustadt in Sachsen, Pirna, Sebnitz, Riesa und Großenhain. In allen Fällen sprachen Polizisten die Personen an und forderten sie auf, den Bereich zu verlassen; was diese auch taten.

Am Wochenende hatten vor allem im Süden Sachsens Hunderte Menschen in verschiedenen Orten gegen die Corona-Maßnahmen protestiert.

600 Menschen in Erfurt auf der Straße

Auch in Thüringer Städten nahmen mehrere hundert Menschen am Montagabend laut Polizei an Protesten gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen teil. Rund 650 Menschen kamen nach Angaben eines Polizeisprechers in Erfurt zu einem ungenehmigten „Corona-Spaziergang“.

Viele hatten Kerzen dabei, Mund-Nasen-Schutz trugen sie nicht. Der Protest sei „friedlich und weitestgehend störungsfrei“ verlaufen.

Thüringenweit war in den Sozialen Netzwerken zum Protest gegen die Corona-Politik von Land und Bund aufgerufen worden. Außerhalb der Landeshauptstadt sei die Zahl der Teilnehmer und Teilnehmerinnen überwiegend im zweistelligen Bereich geblieben, sagte der Polizeisprecher. Die Thüringer Corona-Notfallverordnung gestattet derzeit nur ortsfeste Kundgebungen mit maximal 35 Teilnehmern.

Bereits am Wochenende gingen in Thüringen Hunderte unangemeldet und gemeinsam „spazieren“. In Eisenach war es bei einer Ansammlung von mehreren Hundert Menschen zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen, die Reizgas einsetzte. Zwei Polizisten wurden laut Polizei verletzt.

Der innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Raymond Walk, kündigte an, man wolle die Geschehnisse vom Wochenende in Eisenach und in Thüringen zum Thema im Innenausschuss machen. Es handle sich um eine „neue Qualität des Demonstrationsgeschehens und eine „Herausforderung sowohl für Gesellschaft als auch unseren Staat“, organisiert von Rechtsextremisten.

 

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