2G? 3G? Mit Kontaktdatenerfassung oder ohne? Die IHK Nord fordert weitreichende Änderungen für den Einzelhandel.
2G? 3G? Mit Kontaktdatenerfassung oder ohne? Die IHK Nord fordert weitreichende Änderungen für den Einzelhandel. Annette Riedl
Einzelhandel

IHK fordert erneut Abschaffung der 2G-Regel

Wenn nur Geimpfte und Genesene den Einzelhandel betreten dürfen, gefährde das tausende Existenzen, so die Industrie- und Handelskammer. Doch nicht nur diese Regelung stößt die Händler.
dpa
Hamburg

Die Wirtschaft im Norden hat nach den jüngsten Corona-Beratungen von Bund und Ländern erneut gefordert, die 2G-Regelung im Einzelhandel zu kippen. Für eine Öffnungsperspektive gebe es nur vage Ankündigungen. „Mit jedem weiteren Tag ohne verlässliche Pläne seitens der Politik entstehen für Einzelhandel, Hotels und Gaststätten, Veranstaltungs-, Tourismus- und Freizeitwirtschaft oder Dienstleistungsanbieter immer schlechtere Wettbewerbsbedingungen”" kritisierte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord am Freitag in Hamburg.

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Umsatzrückgang bis zu 30 Prozent

2G bedeutet im Einzelhandel, dass nur Geimpfte oder Genesene Zutritt haben. Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert seit geraumer Zeit eine Aufhebung dieser Regel. Der Nicht-Lebensmittel-Handel leidet laut HDE unter Umsatzrückgängen von bis zu 30 Prozent. Die Existenz tausender Geschäfte sei gefährdet.

Unzufrieden ist die IHK auch damit, dass die Maßnahmen je nach Bundesland unterschiedlich seien. Während es in Niedersachsen derzeit keine 2G-Regelung für den Einzelhandel und stattdessen eine FFP2-Maskenpflicht gebe, seien die Regeln in anderen norddeutschen Bundesländern strikter. Der Vorsitzende der IHK Nord, Norbert Aust, sprach von einem „Maßnahmen-Flickenteppich”, der auch zu brancheninternen Wettbewerbsverzerrungen führe.

Abschaffung von Erhebung der Kontaktdaten gefordert

„Auch bei der Pflicht zur Kontaktdatenerhebung im Einzelhandel, der Gastro- und der Freizeitwirtschaft stellt sich die Sinnfrage, wenn die Gesundheitsämter die erhobenen Daten kaum noch nutzen”, sagte Aust. „Eine Abschaffung würde eine große organisatorische und personelle Last von den am stärksten gebeutelten Unternehmen nehmen.”

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