ALARM IM TOURISMUS

In MV droht die Pleitewelle

Die Hoffnung der Urlaubsbranche vor dem letzten MV-Gipfel war groß, dass es eine Öffnungsperspektive geben würde. Diese Erwartung wurde enttäuscht, die Stimmung ist mies.
Urlauber fahren mit ihren Paddelbooten aus der Diemitzer Schleuse in der Mecklenburgischen Seenplatte. Die wirtschaftliche Sit
Urlauber fahren mit ihren Paddelbooten aus der Diemitzer Schleuse in der Mecklenburgischen Seenplatte. Die wirtschaftliche Situation in der Urlaubsbranche Mecklenburg-Vorpommerns ist einer Umfrage des Landestourismusverbands zufolge alarmierend schlecht. Jens Büttner
Rostock ·

Die wirtschaftliche Situation in der Urlaubsbranche Mecklenburg-Vorpommerns ist einer Umfrage des Landestourismusverbands zufolge alarmierend schlecht. Nach der Verlängerung des Lockdowns bis zum 22. Mai und dem Ausbleiben einer Perspektive spitze sich die Lage weiter zu, sagte Verbandsgeschäftsführer Tobias Woitendorf.

Jedes zweite Beherbergungsunternehmen und jeder zweite Freizeitanbieter sähen sich in ihrer Existenz gefährdet beziehungsweise akut gefährdet an. Mit dem Beginn des Monats Mai ist zudem eine deutschlandweite Insolvenzschutz-Regel weggefallen, die seit Beginn der Corona-Pandemie galt.

Bis zu 25.000 Insolvenzen

Damit sollte vermieden werden, dass eine kurzfristige Zahlungsunfähigkeit in Zusammenhang mit der Pandemie direkt in die Pleite führt. Experten rechnen damit, dass sich unter dem Schutz der Regelung eine Pleitewelle aufgebaut hat, die nun beginnt. Von bis zu 25.000 Insolvenzen bundesweit ist die Rede.

„Wir müssen alles tun, um eine Sommersaison zu ermöglichen und bald Klarheit darüber zu erreichen. Sonst geht an vielen Stellen das Licht aus“, betonte Woitendorf. So schlechte Werte seien bei Umfragen noch nie ermittelt worden.

Der Öffnungsdruck steigt

„Der Öffnungsdruck steigt und wir müssen aufpassen, dass wir nicht ins Hintertreffen geraten“, sagte Woitendorf mit Blick auf internationale Reiseziele. Nach Mallorca würden jetzt auch bei Deutschen beliebte Ziele wie Ibiza, Formentera, die griechischen Inseln wie Kos, Kreta und Korfu sowie Portugal öffnen. „Wir dürfen nicht ins Hintertreffen geraten, weil die Deutschen dorthin reisen, wo es schon Klarheit gibt. Urlaubstage sind begrenzt.“

Woitendorf hoffe, dass der aktuelle Lockdown eine positive Wirkung zeige, um die touristischen Betriebe spätestens im Juni zu öffnen. Die Branche sei darauf vorbereitet. In der Umfrage gaben 18 Prozent der Hoteliers und 17 Prozent der Freizeitanbieter an, bereits über eine Geschäftsaufgabe nachzudenken, sofern nicht weitere Hilfen kommen. Rund ein Drittel könne das Geschäft bis Ende Juni aufrechterhalten. Mehr als jeder zweite Arbeitnehmer im Beherbergungsbereich und ein gutes Drittel im Freizeitbereich sei in Kurzarbeit.

Ein Drittel der Unternehmer im Beherbergungsbereich sprach sich in der Umfrage für eine stufenweise Öffnung nach dem Lockdown aus, ein weiteres Drittel wollte die vollständige Öffnung ohne jegliche weitere Restriktionen. Eine Regelung mit einer Modellregion vergleichbar mit Schleswig-Holstein kam für zehn Prozent in Betracht.

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Kommentare (25)

= staatlich genehmigte und auferlegte Insolvenzverschleppung.
Nicht mehr, nicht weniger.

Da überhaupt nicht zu erkennen ist, dass in der Landesregierung Vernunft einkehrt, muss man für die Branche wohl mit dem Schlimmsten rechnen. Traurig für die vielen Leute, die versuchen, hier vom Tourismus zu leben.

Wenn sich ein Geschäftsstelle nicht mehr trägt, sollte man sich ein neues suchen. So lehrt es die freie Marktwirtschaft. Wollen wir auf einmal wieder Staatswirtschaft? Hatten wir schon einmal, erfolglos!

ist an Zynismus nicht zu überbieten. „Nicht mehr trägt....“ zur Beschönigung von Berufsverbot. Unglaublich. Sicher sitzen Sie warm und trocken.

Wir haben kein Berufsverbot! Definitiv nicht! Jeder kann seinen Beruf haben, auch mehrere.

fragen Sie mal die Einzelhändler was die dazu sagen.

Geschäftsfeld, meinte ich. Der Schreibteufel schlug zu

Tobias Woitendorf kann im Nordkurier große Reden halten, aber wenn Schwesig nach Schwerin geladen hat, dann hat er rein gar nichts für seine Branche erreichen können und die Enttäuschung war immer groß. Die Pleitewelle wird jetzt einen großen Teil der Betriebe für immer hinwegfegen und viele verlieren ihre Existenz und das alles, weil wir unfähige Politiker und Verbände haben. Immer wenn Merkel etwas fordert, dann setzt Schwesig noch einen drauf, als wenn es nicht schon schlimm genug ist.

So ist es leider.

Das geht wohl auf das Konto von Frau Schwesig mit ihrer Abschottung und Grenze dicht für alle. Alle dürfen raus ,keiner darf rein .Sie ist dabei dem Tourismus in MV dauerhaft zu schaden. Touristen werden wie Verbrechen behandelt in MV und niemand stoppt den Wahnsinn.

etwas weniger Tourismus auf den Inseln schadet nicht. Fragt doch mal die Einheimischen was sie davon halten, in der Hochsaison wenn sie für 10 km auf der Bundesstraße 1 Stunde brauchen.

Die Einheimischen leben auch größtenteils vom Tourismus und warten auf Öffnung der Ferienwohnung und Hotels

Es gibt dazu ein gutes Beispiel aus anderer Ecke.
Aug Mallorca Regen sich auch alle über die Touristen auf.
Da gab es mal ne Doku und sie fragten eine alte Frau: Wie es denn vor den ganzen Tourismus war. Sie sagte: Wir waren arm.
Nun steht außer Zweifel, daß Massentourismus alles wieder kaputt machen tut. Aber wenn es weg fällt, zerstört es auch was. Die Leute können/wollen größtenteils nicht mehr vom Fischfang usw. leben.
Die Politik muß sowas gewissenhaft regeln.

In Mallorca lebt im Moment ohne Touristen jeder dritte unterhalb der Armutsgrenze!

Wie immer im Leben – und ganz besonders beim Tourismus – gilt es, das rechte Maß zu halten. Nein, der (un)"normale" Tourismusbetrieb entspricht dem längst nicht mehr.

Und selbst (bzw. eigentlich gerade) während des Pandemiejammerns wird allein auf Usedom großflächig Natur durch noch mehr Tourismusklötzer, Parkplätze und Zufahrten zerstört und noch mehr Verkehr gezeugt. Die Branche nutzt die Pandemie ganz gut für sich; wenn man sich dann noch die Nächtigungsprognosen anschaut, wird einem übel. Und seien wir ehrlich – die Gewinne fließen eh aus der Region (oder auch der BRD) heraus und die ganzen prekär Beschäftigten im Tourismus sind alles andere als "nicht arm", erst recht, wenn sie nicht auch zum Amt gehen würden.

Macht mal alle bei SPD , Linke und Grüne eure Kreuze! Und ihr werdet sehen , schlimmer geht immer.

.....wissenschaftlich doch gar nicht erwiesen ob MeckPom Tourismus überhaupt braucht!Ironie aus. Die großen Unternehmen, gehören meißt zu Ketten gehören, werden überleben. Große privatgeführte Hotels werden auch überleben und wenn nicht stehen schon neue Besitzer parat. Auch in diesen Zeiten werden Hotels verkauft, gekauft und sogar neu gebaut. Viele kleine private Unternehmen z.B. Gaststätten werden nicht überleben, müssen verkauft werden und die Besitzer bleiben mit den teils hohen Schulden zurück. Aber auch diese werden neue Besitzer finden und die Angestellten behalten ihren Job. Aber es gibt auch die, die in den letzten Jahren neu mit Ferienwohnungen gebaut haben und zahlen ihre Kredite mit den Einnahmen von ihren Vermietungen ab, die werden große Probleme bekommen. Ob die Geschäftsräume mit ihren kleinen Läden in den Städten neue Besitzer mit neuen Geschäften finden? Ich bin da nicht so optimistisch, schon vor Corona war die Situation für die nicht rosig aber ich hoffe es. Ich vermisse den Bummel durch die Altstadt, hier mal gucken, da mal gucken, draußen einen Kaffee plus ein Stück Kuchen und was noch? Klar, Menschen gucken, die vielen unterschiedlichen Menschen, ich mach das gern. Natürlich findet sich immer etwas was ich "dringend" brauche und kaufe. Aber auch dieses Jahr werde ich wohl darauf verzichten müssen.

DDR 4.0! Schwesig sollte vor allem ein Ausreiseverbot erlassen. Wie begründet sie es, MV- ler aus Hochrisikogebieten in Niedriginzidenzgebiete reisen zu lassen? Ich hoffe die Urlauber haben ein gutes Gedächtnis. Es gibt viele schöne Urlaubsregionen in Deutschland.

Auf nach Bayern da wird wieder geöffnet.

Das ist ja weniger das Virus, das die Bevölkerung schädigt, als vielmehr die herrschende Politik unter Berufung auf das Virus. Dass die Landesregierung unter Führung der SPD, die früher für Solidarität stand, die Bevölkerung nicht nur des eigenen Bundeslandes mit nicht zielführenden Maßnahmen gängelt oder gar in den Würgegriff nimmt, wird bis zur nächsten Wahl aber wieder vergessen sein.

Hat Frau Schwesig mal ein Praktikum in Nordkorea gemacht, als Schülerin vielleicht? Hier ist Deutschlands größte Abschottungsexpertin am Werk.

Ich glaube die Frau Schwesig hat ein Poster aus Nordkorea über dem Bett Kim jung Schwesig

Ich glaube die Frau Schwesig hat ein Poster aus Nordkorea über dem Bett Kim jung Schwesig

Bevor man in seiner Rolle als Nichtbetroffene(r) solche pseudolustigen Sprüche raushaut: Nachdenken!

Und welche Bürger von MV werden nun eigentlich eingesperrt, im Zwangslager gehalten usw.?

Was hier läuft, ist ein Frontalangriff auf das Eigentum der meist mittelständischen Betreiber touristischer Einrichtungen. Die drohende Insolvenzwelle ist gewollt und völlig skrupellos herbeigeführt und dient der Enteignung der bisherigen Besitzer und der Umverteilung ihrer in bester Lage befindlichen Objekte unter dem Vorwand eines angeblichen Gesundheitsschutzes.