OST-BEAUFTRAGTER CHRISTIAN HIRTE (CDU)

"Jedem Ostdeutschen geht es heute besser als 1990"

Es ist nur ein Satz aus einem langen Interview – und doch birgt er massiv politische Sprengkraft. Laut dem Ost-Beauftragten der Bundesregierung gibt es im Osten niemanden, dem es 30 Jahre nach der Wende schlechter geht als damals.
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Christian Hirte (CDU), Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer
Christian Hirte (CDU), Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer Lisa Ducret
Berlin.

Der Ost-Beauftragte der Bundesregierung, der Thüringer CDU-Politiker Christian Hirte, hat der in Düsseldorf erscheinenden Zeitung „Rheinische Post” ein Interview gegeben – und darin unter anderem folgenden Satz gesagt: „Jedem Bürger in Ostdeutschland geht es heute besser als 1990.” Außerdem hat er für die Erfolge der Ost-Politik der Bundesregierung geworben – beispielsweise so: „Nach den schwierigen neunziger Jahren hatten wir eine hervorragende wirtschaftliche Entwicklung im Osten.”

 

 

 

Der Osten habe heute das wirtschaftliche Niveau des EU-Durchschnitts erreicht, lobt Hirte und schlussfolgert: „Insgesamt sieht die Bilanz nach 30 Jahren Aufbau Ost sehr gut aus.” Sein Fazit: Eigentlich ist die Ost-Politik der Bundesregierung prima. Die Wahlerfolge der AfD erklärt er so: „Die AfD-Erfolge im Osten haben nichts mit der objektiven Wirtschaftslage zu tun: Beim Aufbau Ost ist doch viel mehr gelungen, als gescheitert ist.” Den Erfolg der Partei erklärt sich Hirte mit einer „besonders großen Skepsis gegenüber gesellschaftlichen Veränderungen wie der Flüchtlingskrise, der Energiewende, der Euro-Krise.”

Die Lohn-Lücke findet Hirte auch nicht so dramatisch...

Auch zu den am Sonnabend bekannt gewordenen Zahlen, nach denen die Lohn-Lücke zwischen Ost und West weiter zementiert ist (und besonders heftig Mecklenburg-Vorpommern trifft), hat Hirte eine Erklärung: „Die Lohnunterschiede zwischen Ost und West werden immer geringer“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Der größte Unterschied besteht darin, dass es im Osten praktisch keine ganz großen international tätigen Konzerne mit Hauptsitz und Forschungsabteilungen gibt.“ Doch allein die Bevölkerungsentwicklung werde dazu führen, „dass im Osten der Wettbewerb um Arbeitskräfte noch intensiver wird und deren Löhne und Gehälter steigen“.

Hirte war mit seinen Positionen öfter angeeckt - so hatte etwa MV-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig jüngst seine Einschätzungen zum Aufbau Ost kritisiert.

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Kommentare (5)

Zitat IFO-Institut (Juni 2019): "Die Einwohnerzahlen beider Landesteile driften trotz Wiedervereinigung nahezu ungebremst auseinander... Die anhaltende Wucht der deutschen Teilung wird bis heute in der Öffentlichkeit völlig unterschätzt. Dieser Aspekt wird häufig übersehen und bedarf besonderer politischer Berücksichtigung... Der ländliche Raum im Osten ist infolge der deutschen Teilung regelrecht ausgeblutet."

von dem was sie nehmen nehmen sie weniger ich könnte ihnen in wenigen minuten elend zeigen.....
und ich werde sicher hier nicht über mutti merkels neue goldstücke herziehen....aber sie sollten sich mal in die normale welt begeben und dort mir offnen augen durch die strassen gehen....hoffe nur es haut sie keiner aus ihren maßgeschneiderten designer frack wenn sie sich in der normalen welt als politiker vorstellen mit ihrer aussage

besser oder nur nicht schlechter als 1990?
Beide Aussagen stecken in diesem Artikel.
Was hat er denn nun gesagt, der Hirte?

Vom Kanzler bis zur Basis - von manchen Politikern ist der Erfolg ihrer Arbeit gleich dem ihren Gesichtsausdrucks

Klar geht's mir besser, bin jetzt Rentner (zwangsweise) und ich habe eine Bohrmaschine.