DDR

"Keine Mutbolzen" - Merkel lästert über Wessis

Normalerweise hält sich Angela Merkel mit Äußerungen zu DDR-Themen zurück. Nun hat sie allerdings doch einmal etwas gesagt – und ungewöhnlich scharf über Westdeutsche gesprochen.
dpa
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Stefan Sauer
Berlin.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dazu aufgerufen, die Verdienste der DDR-Bürger bei der friedlichen Revolution vor 30 Jahren mehr zu würdigen. Die deutsche Einheit sei von Ost und West gemeinsam gestaltet worden, sagte sie in einem Interview mit dem „Spiegel”. „Aber die friedliche Revolution und der 9. November 1989 waren das Werk der DDR-Bürger.“

Viele Wessis trauten sich nicht mal, ein Buch zu schmuggeln

Sie hätten dieses „mit einer ganzen Menge Mut“ geschafft. „Und da ich weiß, dass in Westdeutschland damals nicht nur Mutbolzen lebten – ich erinnere mich, wie es manchen schon zu viel wurde, wenn sie mal für uns ein Buch über die Grenze schmuggeln sollten – könnte man das sicher mehr würdigen.“

Außerdem warnte Merkel unzufriedene Bürger im Osten davor, ihrem Unmut durch Hass und Gewalt Luft zu verschaffen. „Auch wenn man mit dem öffentlichen Nahverkehr, der ärztlichen Versorgung, dem staatlichen Handeln insgesamt oder dem eigenen Leben nicht zufrieden ist, folgt daraus kein Recht auf Hass und Verachtung für andere Menschen oder gar Gewalt.“ Gegenüber solchem Verhalten könne es keine Toleranz geben.

Merkel räumt ein: Das Leben wurde nicht für alle einfacher

Merkel sagte zugleich, sie wisse, „dass für Ostdeutsche einer bestimmten Generation das Leben mit der friedlichen Revolution zwar frei, aber nicht immer einfacher geworden ist“. Sie wisse auch, dass es neben den erfolgreichen Regionen auch solche gebe, in denen die Dörfer sich leerten, weil die Kinder und Enkel weggezogen seien.

Die Kanzlerin widersprach strikt der unter anderem von der AfD vertretenen These, in Deutschland werde die Meinungsfreiheit immer stärker eingeschränkt und sei in Gefahr. Jeder könne heute seine Stimme erheben, sagte Merkel und betonte zugleich: „Meinungsfreiheit heißt nicht Widerspruchsverbot.“

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Kommentare (1)

Schön das sich Frau Merkel mal wieder in Deutschland zu Wort meldet und nicht nur damit beschäftigt ist, unsere Steuergelder in der Welt zu verschenken (Den Indern hat sie jüngst 1 Milliarde versprochen).
Ein LKW rast in ein Berliner Weihnachtsmarkt, Merkel hat nichts zu sagen. Kinder Und Frauen werden vergewaltigt, Merkel hat nichts zu sagen. Ein 8 jähriger Junge wird vor einen Zug gestoßen, Merkel hat nichts zu sagen.
Ich hoffe diese Frau wird jemals zur Verantwortung gezogen, für das was sie unseren Land angetan hat.