„GELDHAMSTER”

Kirchenkritiker wollen mehr Trennung von Staat und Kirche

Beim Bürgerfest zur Deutschen Einheit in Kiel gab es auch einen Gottesdienst – an dessen Rande protestierten Kirchenkritiker gegen die Privilegien der Kirche in Detuschland.
dpa
Mit dem vier Meter hohen „Geldhamster” protestiert die Ralf-Giordano-Stiftung gegen Priviliegen der Kirchen in Deu
Mit dem vier Meter hohen „Geldhamster” protestiert die Ralf-Giordano-Stiftung gegen Priviliegen der Kirchen in Deutschland. Axel Heimken
Der Geldhamster stand am Tag der Deutschen Einheit in der Kieler Innenstadt.
Der Geldhamster stand am Tag der Deutschen Einheit in der Kieler Innenstadt. Axel Heimken
Kiel.

Aus Protest gegen die Staatsleistungen an die Kirchen seit 100 Jahren haben Kirchenkritiker eine vier Meter große „Geldhamster“-Statue errichtet – am Tag der Deutschen Einheit in Kiel. „Der Ablösebefehl für die sogenannten Staatsleistungen – 2019 sind es etwa 540 Millionen Euro, davon etwa 14 Millionen Euro in Schleswig-Holstein – ist schon seit 1919 in der Verfassung (Weimarer Reichsverfassung, seit 1949 im Grundgesetz) verankert“, kritisierte die Giordano-Bruno-Stiftung. „Wir feiern 2019 also nicht nur 70 Jahre Grundgesetz, sondern auch 100 Jahre Verfassungsbruch.“

Kirchen profitieren laut Kritikern von „Kumpanei mit dem Staat”

Die Kirchen stellten einen Staat im Staate dar, „die insbesondere erhebliche finanzielle Vorteile aus der Kumpanei mit dem Staat genießen“. Dazu gehörten auch die Kirchensteuern und Steuervergünstigungen in Milliardenhöhe. Das müsse aufhören, meinten die Kritiker.

Die Figur sollte eigentlich direkt vor der St. Nikolai Kirche errichtet werden, in der die Staatsrepräsentanten den Ökumenischen Festgottesdienst zum Tag der Deutschen Einheit mitfeierten. Dies sei aber von den Behörden nicht genehmigt worden, so dass die Figur außerhalb der Sichtweite der Kirche einen Platz gefunden habe, sagte ein Sprecher der Giordano-Bruno-Stiftung.

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