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Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Präsidentenwahl

Bei der Präsidentenwahl in Österreich gibt es ein spannendes Kopf-an-Kopfrennen.
Bei der Präsidentenwahl in Österreich gibt es ein spannendes Kopf-an-Kopfrennen.
LISI NIESNER

Es ist eine Wahl in unserem Nachbarland. Wer am 8. Juli vereidigt wird, steht erst nach der Auszählung der Briefwahlstimmen am Montag fest.

Bei der Bundespräsidentenwahl in Österreich hat es wegen eines praktischen Gleichstands keinen Sieger gegeben. Nach Hochrechnungen vom Sonntagabend kamen der Kandidat der rechtspopulistischen FPÖ, Norbert Hofer, und sein Konkurrent Alexander Van der Bellen auf je genau 50 Prozent der Stimmen. Wer das "Herzschlag-Final" gewinnt, entscheidet sich erst an diesem Montag nach Auszählung mehrerer Hunderttausend Briefwahlstimmen.

Die Schwankungsbreite der letzten Hochrechnungbetrug plus/minus 0,7 Prozentpunkte, bei einem Auszählungsgrad von 100 Prozent. Das Endergebnis wird laut Aussage der ARGE Wahlen erst an diesem Montag nach Auszählung der etwa 885 000 Briefwahlstimmen feststehen.

Die erste Hochrechnung hatte noch Hofer knapp in Führung gesehen, dann hatte kurzzeitig Van der Bellen die Führung übernommen. Später pendelten sich die Zahlen auf ein Patt ein.

Die Wahl stieß international auf großes Interesse. Das Erstarken der Rechtspopulisten auch in anderen Ländern wird von EU und vielen Regierungen mit Sorge beobachtet.

Das neue Staatsoberhaupt wird am 8. Juli vereidigt. Die Amtsdauer beträgt sechs Jahre. Der Bundespräsident darf sich laut Verfassung einmal zur Wiederwahl stellen.