VERTEIDIGUNGSPOLITIK

Kramp-Karrenbauer (CDU) will bei Wahlsieg bewaffnete Drohnen

Die Idee von bewaffneten Drohnen ist nicht neu. Sie seien leicht zu beschaffen und günstig. Die Verteidigungsministerin hätte sie gern längst – und kritisiert den Koalitionspartner.
dpa
Eine Drohne, hier eine unbewaffnete „Heron”, mit Waffen zu versehen, sei vergleichsweise günstig, so Kramp-Ka
Eine Drohne, hier eine unbewaffnete „Heron”, mit Waffen zu versehen, sei vergleichsweise günstig, so Kramp-Karrenbauer. Arne Immanuel Bänsch
Eine Drohne mit Waffen zu versehen, sei vergleichsweise günstig, so Kramp-Karrenbauer.
Eine Drohne mit Waffen zu versehen, sei vergleichsweise günstig, so Kramp-Karrenbauer. Michael Kappeler
Berlin ·

Bei einem Wahlsieg der Union im September will Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer die Bewaffnung von Drohnen als klares Ziel einer künftigen Koalition festschreiben. „Eines habe ich in dieser Legislaturperiode gelernt: Wenn die Union an den nächsten Koalitionsverhandlungen beteiligt sein sollte, und falls ich da ein Wort mitzureden habe, werde ich sehr genau darauf achten, dass das Thema Bewaffnung von Drohnen im Vertrag so formuliert ist, dass nicht wieder ein Koalitionspartner während der Legislaturperiode ausbrechen kann”, sagte die CDU-Politikerin der Zeitschrift „Internationale Politik” (IP/Freitag).

Thema „bewaffnete Drohnen” ausdiskutiert

Das Vorhaben war am Koalitionspartner SPD gescheitert, der auf der Zielgeraden einer Entscheidung weiteren Gesprächsbedarf angemeldet hatte. „Drohnen werden ganz sicher eine noch größere Rolle spielen”, sagte Kramp-Karrenbauer. Sie verwies auf den Konflikt um Berg-Karabach, wo Aserbaidschan die unbemannten Fluggeräte gegen armenische Soldaten eingesetzt und ganze Frontverläufe verändert hatte. „Drohnen sind nicht nur leicht beschaffbar, sondern auch vergleichsweise günstig. Und deswegen sind sie auch eines der Waffensysteme der Zukunft”, sagte die Verteidigungsministerin.

Sie bezeichnete das Thema Bewaffnung der Drohnen als „ausdiskutiert”. „Wir haben sogar über die im Koalitionsvertrag vereinbarten Debatten hinaus Diskussionsprozesse aufgesetzt. Und wir haben die Einsatzgrundsätze für bewaffnete Drohnen mitentwickelt und entsprechende Fragen geklärt. Die Frage ist längst entscheidungsreif”, so Kramp-Karrenbauer. „Die SPD sollte endlich Farbe bekennen; das gilt auch für die Grünen, die sich da gerade etwas hinter der SPD verstecken.”

 

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Kommentare (2)

Wozu wird das Geld verbraten? Gibts Krieg in der BRD? Leyen muss ja nicht an die Front das machen andere für sie.

nur mal so: Leyen ist schon lange weg. Ihr Buddeleimer samt Schäufelchen steht jetzt in Brüssel.
Jetzt spielt die Karrenbauer-Krampe im strategischen Sandkasten.
In einem haben Sie recht - es ist egal welchen Namen Sie hinschreiben: Beide haben keine Ahnung von dem, was sie da tun...