„WIR MACHEN DOCH NICHT AUF”

Ladenöffnungen aus Protest – verschoben!

Geschäftsinhaber in ganz Deutschland wollten aus Protest gegen den Lockdown ihre Läden öffnen. Jetzt wurde die Aktion "Wir machen auf" vertagt.
Die Aktion „Wir machen auf” wurde vom Initiator auf Montag, den 18.01.21 verschoben.
Die Aktion „Wir machen auf” wurde vom Initiator auf Montag, den 18.01.21 verschoben. Gregor Fischer
Neubrandenburg ·

Das Interesse war und ist groß: Seit einer Woche überlegen Geschäftsleute in ganz Deutschland, ob sie an der auf Telegram verbreiteten Aktion „Wir machen auf” – ursprünglich geplant für Montag, den 11.01.21 – teilnehmen sollen. Zehntausende von zwei Lockdowns plus Verlängerung gebeutelte Selbstständige sind der Gruppe im Messengerdienst seit vergangenen Samstag beigetreten. Doch kurz bevor es losgehen sollte, wurde wurde die Aktion jetzt abgeblasen!

Mehr lesen: Läden wollen aus Protest trotz Lockdown öffnen

Neuer Stichtag: 18.01.21

Er mache keinen Rückzieher, teilte Initiator Macit Uzbay auf Telegram mit. „Im Gegenteil”, betont er in einer Sprachnachricht. Die Aktion werde jetzt „komplett abgesichert”. Er wolle nicht, dass jemand zu Schaden kommt. Man müsse erst die Rechtslage genauer klären und mit Bedacht handeln. Ziel sei nicht, „einfach so wahllos aufzumachen”. Vielmehr müsse man „der Regierung eine Frist von sieben Tagen” setzen, so Uzbay. Geschäftsleute, die bei der Aktion „Wir machen auf” mitmachen wollen, so der neue Plan, sollen ihre Läden nun am Montag, den 18.01.21 öffnen.

Mehr lesen: Was droht Ladenbesitzern, wenn sie im Lockdown ihr Geschäft öffnen?

Anwälte unterstützen „Wir machen auf”

Seit Tagen war im Netz über die rechtlichen Konsequenzen eines „wilden” Ausstiegs aus dem Lockdown diskutiert worden. Querdenken-Anwalt Ralf Ludwig unterstützt „Wir machen auf”, wies aber darauf hin, dass es „vorab keine absolute Rechtssicherheit” gebe. Im Nordkurier hatte der Hamburger Rechtsanwalt Rolf Karpenstein den Lockdown – auch im Hinblick auf die geplanten Ladenöffnungen – aus europarechtlicher Sicht beleuchtet. Er sieht im Europarecht einen potenziellen Angriffspunkt, um die Corona-Maßnahmen gegen Unternehmer zu Fall zu bringen.

Mehr lesen: Könnte EU-Recht den Lockdown sprengen?

 

 

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Kommentare (13)

Und ich dachte, dass das Öffnen der Läden der Protest von den Flitzpiepen sein soll.

Köstlich.

Achtung, live:

Ich verschiebe den Protest , weil: 🤔

a) ich vorher nochmal richtig ausschlafen will,
b) ich mit den online-Bestellungen nicht nachkomme,
c) mir meine eigenen Angestellten einen Vogel gezeigt haben,
d) ich an Covid-19 erkrankt bin,
e) mein Umsatz online so hoch war, dass ich weder meinen Laden öffnen müsste, noch eine Soforthilfe bräuchte und ich da nochmal drüber nachdenke, bis ich einen Rechtsanwalt gefunden habe, der mir nicht sagt, dass es Betrug am deutschen Volk wäre, trotzdem eine Soforthilfe zu beantragen.
f) meine Frau erst übernächste Woche Home-Office macht und ich daher in Ruhe die Bude ab 11. für mich habe.

...

🚽🧻

😅😂🥳

Langsam kriege ich Sie auf mein Niveau ...... hoch.

die sie dann nicht realisieren. Und so ein Schwachsinn ist dem Nordkurier 2 Artikel wert.

Prima !!! Mit FFP2 Maske und Abstand ist da keiner gefährdet ! Freue mich sehr über die Aktion des klugen Denkens. 👌Luxemburg macht es vor.

Ich bin sehr enttäuscht, dass doch nicht geöffnet wird. Ich habe mir sehr viel davon versprochen. Hoffentlich ist es nur ein verschieben, und ihr steht bald zu eurem Versprechen.

Ich werde mir an diesem Tag die Zeit nehmen und mit dem Auto einmal durch die Stadt fahren - Geschäfte, die sich an dieser Aktion beteiligen, werde ich zukünftig generell meiden, auch nach Corona und zukünftig nur noch in den Geschäften einkaufen, die Respekt und Anstand bewiesen haben und sich nicht an solch einer verheerenden Aktion beteiligt haben.
Freue mich, wenn hier zu lesen sein wird, welche Geschäfte sich vielleicht auch in Nachbarstädten beteiligt haben, dass man sie konsequent meiden kann.

Ich glaube auch, dass es nicht sehr klug ist, trotz lockdowns zu öffnen und somit die weitaus größere Zahl der Befürworter des Lockdowns zu verprellen indem man für eine Handvoll Skeptiker/Leugner (oder wie auch immer die Spaziergänger genannt werden wollen), die Türen aufsperrt... nur um festzustellen, dass kaum jemand reinkommt... und vermutlich nach dem lockdown rumjammert, dass immer noch kaum jemand kommt.

Scheint mir nicht wirklich durchdacht die Aktion

Wer sich nicht nur einseitig informiert, weiss, dass die Aktion nicht aufgehoben ist. Sie wurde verschoben. Für die Couch Potatoes hier ein Artikel aus dem Bereich Mainstream-Medien: https://www.zeit.de/news/2021-01/11/initiative-will-ladenoeffnung-naechste-woche
Wer seine Komfortzone verlassen und allseitig informiert sein will und nicht nur vorgekautes konsumieren möchte, kann gern weiter recherchieren.

Bin ich der einzige, dem die ziemlich einseitige Quellenlage in dem Artikel sonderbar erscheint?

Welche Quellen gibt es sonst noch, in denen der Initiator zu Wort kommt?

Zuerst sollte man sich mal mit der Person des Macit Uzbay beschäftigen. Dann werden sehr schnell Zusammenhänge erkennbar ... Die vermeindlichen Rechtsanwälte der Querdenker Haintz & Ludwig lassen immer gerne aufputschende Kommentare los - immer mit dem Hinweis das es aber auch ganz anders ausgehen kann .... Der Anwalt Jun hat es einmal sehr faktisch & verständlich erläutert. Nicht zuletzt ist dieses Video von den Q´s und "Aktivisten" verbreitet worden, da auf einmal klar geworden ist, was passiert ... https://www.youtube.com/watch?v=_WWNftjuYbA .... Irgendwie bescheicht mich der Gedanke das der Nordkurier ein Sprachrohr der Querdenker wird .... mit abgewogenem Journalismus hat es für mich nichts zu tun .. sehr einseitige Berichterstattung