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Merkel beschwichtigt Sorgen um ihre Gesundheit

Nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstag einen Staatsempfang im Sitzen absolviert hat, hat sie sich erstmals ausführlicher zu ihrer Gesundheit geäußert.
dpa
Angela Merkel umging einen möglichen neuen Zitter-Anfall, indem sie einem Teil der Zeremonie beim Staatsempfang im Sitz
Angela Merkel umging einen möglichen neuen Zitter-Anfall, indem sie einem Teil der Zeremonie beim Staatsempfang im Sitzen beiwohnte. Michael Kappeler
Die Kanzler äußerte sich später bei einer Pressekonferenz mit der dänischen Ministerpräsidentin zu ihrem Gesundheit
Die Kanzler äußerte sich später bei einer Pressekonferenz mit der dänischen Ministerpräsidentin zu ihrem Gesundheitszustand. Wolfgang Kumm
Berlin.

Nach mehreren Zitteranfällen bei der Begrüßung ausländischer Regierungschefs hat Kanzlerin Angela Merkel offen gelassen, ob sie sich in ärztliche Behandlung begeben hat. Man dürfe davon ausgehen, „dass ich erstens um die Verantwortung meines Amtes weiß und deshalb auch dementsprechend handele – auch was meine Gesundheit anbelangt“, sagte Merkel bei einer Pressekonferenz mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Donnerstag in Berlin. „Und zweitens dürfen Sie davon ausgehen, dass ich auch als Mensch ein großes persönliches Interesse daran habe, dass ich gesund bin und auf meine Gesundheit achte.“

 

 

 

Nachdem Merkel in den vergangenen Wochen mehrfach bei der Begrüßung anderer Regierungschefs Zitteranfälle erlitten hatte, absolvierte sie am Donnerstag zusammen mit Frederiksen das Zeremoniell teilweise im Sitzen. Dazu standen auf einem kleinen Podest vor dem Kanzleramt zwei Stühle mit weißem Stoffbezug. Auf ihnen hörten die beiden Regierungschefinnen die Nationalhymnen. Dies geschieht normalerweise im Stehen.

„Man muss sich keine Sorgen machen”

Merkel zeigte diesmal kein Zittern. Die Kanzlerin, die einen weißen Blazer und eine schwarze Hose trug, hatte während des Abspielens der Hymnen die Hände auf dem Schoß liegen. Anschließend schritt sie zusammen mit Frederiksen die Ehrenformation der Bundeswehr ab.

Beim Abspielen der Nationalhymnen hatte Merkel zuletzt am Mittwoch einen Zitteranfall erlitten, als sie den finnischen Regierungschefs Antti Rinne mit militärischen Ehren empfing. Anschließend versicherte sie, es gehe ihr gut: „Man muss sich keine Sorgen machen.“

Erstmals hatte die Kanzlerin Mitte Juni beim Empfang des neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj heftig gezittert. Wenige Tage später erlitt sie bei der Ernennung der neuen Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue erneut einen solchen Anfall.

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