Unsere Themenseiten

Kommentar zu Nato-Streit

:

Merkel muss endlich begreifen, wie Trump tickt

 Angela Merkel (l, CDU) und Donald Trump, Präsident der USA, trafen sich beim Nato-Gipfel.
Angela Merkel (l, CDU) und Donald Trump, Präsident der USA, trafen sich beim Nato-Gipfel.
Bernd Von Jutrczenka

Oje oje: Donald Trump droht den Nato-Mitgliedern und schon erzittern einige Staatschefs. Dabei sollten sie ganz genau wissen, was der US-Präsident vorhat. Er hatte es ja schon seit Langem angekündigt, meint unser Redakteur.

Will die deutsche Regierung Donald Trump nicht verstehen oder kann sie es nicht? Bei jedem Tweet, bei jedem vermeintlichen Gipfel-Eklat setzt sich die deutsche Politik-Spitze die Wundermütze auf. Und ist ganz überrascht, dass Donald Trump genau das macht, was er im Wahlkampf versprochen hat: America First.

Nicht Deutschland first, nicht Nato First, nicht Europa first, nicht Diplomatie first. Nein, America first. Offensichtlich haben deutsche Politiker extreme Schwierigkeiten damit, dass ein Politiker seine Wahlkampfversprechen hält. Das kennen Merkel, Nahles und Co. nicht.

Wer seit eineinhalb Amtsjahren des US-Präsidenten nicht begreift, wie Trump tickt, wird halt permanent auf dem falschen Fuß erwischt. Für Trump ist das Verhältnis mit Merkel und Europa keine verklärte Liebesbeziehung, sondern eine wirtschaftlich und machtpolitisch orientierte Zweckehe. Das zu verstehen, kann doch nicht so schwer sein!

 

Trumps Drohung gegen die Nato

Nach Druck und Drohungen von US-Präsident Donald Trump beim Nato-Gipfel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Zugeständnisse bei den Militärausgaben in Aussicht gestellt. Gegebenenfalls müsse Deutschland "noch mehr tun", sagte Merkel am Donnerstag nach einer Krisensitzung der Allianz. Trump zeigte sich danach tief zufrieden und macht sich nun bereit für sein Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin Anfang kommender Woche.

Trump hatte die Verbündeten über zwei Tage wieder massiv bedrängt, rasch mehr für Verteidigung auszugeben und das Nato-Ziel von zwei Prozent der Wirtschaftsleistung zu erfüllen. Deutschland stand besonders im Visier, weil derzeit nur 1,24 Prozent erreicht werden und Merkel auch bis 2024 nur 1,5 Prozent in Aussicht gestellt hat.

Schließlich brachte Trump am Donnerstagmorgen den Gipfel an den Rand des Scheiterns. Nach Angaben von Diplomaten drohte er hinter verschlossenen Türen, entweder werde das Zwei-Prozent-Ziel von allen 2019 erreicht oder er mache "sein eigenes Ding". Was das genau bedeuten sollte – Truppenreduzierungen oder etwa gar einen völligen Bruch mit der Nato - ließ der US-Präsident in der Sitzung offen. Er beantwortete dies auch später nicht, sondern sagte nur, die Partner "waren wohl beunruhigt".

Kommentare (1)

Eigentlich braucht Deutschland und viele andere Länder nicht dieses Land von Kindern der Verrätern die irgendwann mal ihr Land verlassen haben und sich jetzt sich als Weltverbeserer aufspielen. Wir sind doch besser als diese Möchtegern weltverbesser. Am besten einfach ignorieren und links liegenlassen, das trifft ihn mehr als sonst was.