Gegen das russische Verlegeschiff Fortuna haben die USA Sanktionen angekündigt. Jetzt will Angela Merkel mit der neuen US-Regierung von Joe Biden reden.
Gegen das russische Verlegeschiff Fortuna haben die USA Sanktionen angekündigt. Jetzt will Angela Merkel mit der neuen US-Regierung von Joe Biden reden. Bernd Wüstneck; MICHAEL KAPPELER; CAROLINE BREHMAN
Wegen der Sanktionen

Merkel will mit US-Regierung über Nord Stream reden

Die Bundeskanzlerin hofft, dass die neue Regierung in den USA einlenkt und die Drohungen von Donald Trump zurücknimmt. Sie will, dass die Pipeline fertig wird.
dpa
Berlin

Bundeskanzlerin Angela Merkel will mit der neuen US-Regierung über die umstrittene Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 sprechen. „Dann müssen wir aber auch darüber sprechen, welche Wirtschaftsbeziehungen im Gas-Bereich mit Russland akzeptabel sind und welche nicht“, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag in Berlin.

Sie verwies darauf, dass auch die USA Handelsbeziehungen mit Russland im Ölbereich hätten. „Das heißt, das müssen wir dann alles auf den Tisch legen.“ Man müsse sich darüber unterhalten, ob man nun gar keinen Handel mehr mit Russland im Gas-Bereich haben wolle oder welche Abhängigkeit tolerabel sei. Ihre Grundeinstellung zu Nord Stream 2 habe sich aber „noch nicht dahingehend verändert, dass ich sage, das Projekt soll es nicht geben“, betonte Merkel.

Die gegen Nord Stream 2 verhängten US-Sanktionen kritisierte Merkel erneut. Die USA werfen Deutschland vor, Europa mit der fast fertig gebauten Pipeline zwischen Russland und Deutschland in eine zu starke Abhängigkeit von russischen Energielieferungen zu führen. Befürworter der Pipeline werfen den USA dagegen vor, nur ihr Flüssiggas besser in Europa verkaufen zu wollen.

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