Ex-Kanzlerin Angela Merkel (67) will den Vorsitz der Jury des portugiesischen Gulbenkian-Preises für Menschlichkeit übernehmen.
Ex-Kanzlerin Angela Merkel (67) will den Vorsitz der Jury des portugiesischen Gulbenkian-Preises für Menschlichkeit übernehmen. Danny Gohlke
2020 rief die Stiftung den Preis für die Menschlichkeit ins Leben. Vor zwei Jahren erhielt die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg als erste die mit einer Million Euro dotierte Auszeichnung.
2020 rief die Stiftung den Preis für die Menschlichkeit ins Leben. Vor zwei Jahren erhielt die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg als erste die mit einer Million Euro dotierte Auszeichnung. Andy Buchanan
Mit Zustimmung des Kabinetts

Das ist Merkels erster Job seit Ende ihrer Amtszeit

Ex-Kanzlerin Angela Merkel hat wieder ganz offiziell ein Amt übernommen, bei dem es vor allem um Menschlichkeit geht – und um eine Million Euro.
dpa
Berlin

Ex-Kanzlerin Angela Merkel (67) will den Vorsitz der Jury des portugiesischen Gulbenkian-Preises für Menschlichkeit übernehmen. Das teilte eine Sprecherin der Altkanzlerin am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mit. Die Übernahme des Jury-Vorsitzes durch Merkel werde aller Voraussicht nach im Herbst erfolgen – verbunden mit ihre Teilnahme an der diesjährigen Preisverleihung.

Mehr lesen: Merkel-Interview: Durch Nord Stream 2 sollte Angriff auf Ukraine verhindert werden

Merkel hatte der Bundesregierung zuvor mitgeteilt, dass sie den Jury-Vorsitz übernehmen will. Im Bundesanzeiger war eine Entscheidung des Kabinetts vom 15. Juni bekannt gemacht worden, nach der es keine Bedenken gegen die Übernahme dieser Jury-Funktion durch Merkel gibt. Die Ministerrunde sei der entsprechenden Empfehlung eines beratenden Gremiums gefolgt.

Die vom armenischen Ölmagnaten und Kunstsammler Calouste Gulbenkian 1956 in Portugal gegründete gleichnamige Stiftung hat nach eigenen Angaben das Ziel, die Lebensqualität der Menschen durch Kunst, Wohltätigkeit, Wissenschaft und Bildung zu verbessern.

Mehr lesen: Merkel: „Ich sehe nicht, dass ich um Entschuldigung bitten muss”

2020 rief die Stiftung den Preis für die Menschlichkeit ins Leben. Vor zwei Jahren erhielt die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg als erste die mit einer Million Euro dotierte Auszeichnung. Thunberg wurde für ihren Kampf gegen Erderwärmung und Umweltzerstörung geehrt. 2021 ging die Auszeichnung an die Organisation Global Covenant of Mayors (den Globalen Konvent der Bürgermeister für Klima und Energie). Der Gewinner 2022 soll im Juli bekanntgegeben werden.

zur Homepage