CDU-Kandidat
Merz-Niederlage: Lag’s an der Krawatte?

Beim Wahlparteitag trug Merz eine Pinguin-Krawatte (links), beim ersten Merkel-Wahl-Parteitag im Jahr 2000 waren es Elefanten (Mitte) und vor wenigen Wochen band Merz sich Schlangen um den Hals.
Beim Wahlparteitag trug Merz eine Pinguin-Krawatte (links), beim ersten Merkel-Wahl-Parteitag im Jahr 2000 waren es Elefanten (Mitte) und vor wenigen Wochen band Merz sich Schlangen um den Hals.
NK-Combo

Er hat sie alle schon gehabt: Kleine Schlangen, Hunde, Elefanten und jetzt beim Wahlparteitag in Hamburg also Pinguine. Was ist das nur für ein seltsamer Krawattenfetisch, den Friedrich Merz da pflegt?

Kleine Eisschollen, dazwischen supersüße Pinguine. Man weiß nicht, wie lange Friedrich Merz darüber nachgedacht hat, welche Krawatte wohl zu einem Anlass wie dem Wahlkrimi in Hamburg passt und welche inhaltlichen Überlegungen bei der Wahl des Binders wohl eine Rolle gespielt haben.

Gehst du baden, ist der Pinguin natürlich passend, schwimmst du oben, ist auch alles gut. Und überhaupt: Wenn die Leute dich für eiskalt halten, darf es ruhig auch ein Pinguin sein, besonders wenn der so herzerwärmend niedlich ist. Krawattendialektik, möchte man denken, aber geholfen hat es ihm am Ende auch nicht.

Vielleicht hätte er doch lieber die kleinen Elefanten reaktivieren sollen, die er im Jahr 2000 trug, damals, als Angela Merkel zum ersten Mal zur CDU-Chefin gewählt wurde. Durchmarsch!

Die Hundekrawatte, die man auch schon an ihm sah, hätte er eigentlich ausmustern müssen, seit AfD-Chef Gauland stets und ständig mit seiner unvermeidlichen Dackelkrawatte auftritt – hat er aber nicht, er trug sie erst vor wenigen Wochen wieder. Ein Fehler?

Und die kleinen Schlangen, die Merz auch schon ausführte? Aber nicht doch, die CDU ist doch keine Schlangengrube! Gerade haben wir gehört, dass sich jetzt alle wirklich ganz lieb haben und geschlossen auftreten wollen.