NORDKURIER IM IRAK

Mit diesen Fahrzeugen greift der IS seine Feinde an

Die Terrororganisation „Islamischer Staat” ist militärisch besiegt. Doch aus dem Untergrund operieren die Islamisten vor allem in Syrien und im Irak weiter. Mit perfiden Methoden.
Carsten Korfmacher Carsten Korfmacher
Selbstmord-Attentäter des IS fahren mit diesen gepanzerten Fahrzeugen in die Stellungen verfeindeter Streitkräfte. D
Selbstmord-Attentäter des IS fahren mit diesen gepanzerten Fahrzeugen in die Stellungen verfeindeter Streitkräfte. Die Ladefläche ist mit Sprengstoff befüllt, der durch die Wucht des Aufpralls als Feuerbombe nach vorne katapultiert wird. Carsten Korfmacher
Die Container auf der Ladefläche (links) sind bei einem IS-Angriff mit Sprengstoff gefüllt, der Rammbock (rechts) du
Die Container auf der Ladefläche (links) sind bei einem IS-Angriff mit Sprengstoff gefüllt, der Rammbock (rechts) durchbricht viele Hindernisse. Carsten Korfmacher
Das sogenannte „German Village” ist ein nachgebautes kurdisches Dorf, in dem Bundeswehr-Ausbilder unter realistisc
Das sogenannte „German Village” ist ein nachgebautes kurdisches Dorf, in dem Bundeswehr-Ausbilder unter realistischen Bedingungen mit ihren Peschmerga-Schülern den bewaffneten Häuserkampf im Irak trainieren können. Carsten Korfmacher
Bundeswehr-Soldaten bei Schießübungen im Nordirak.
Bundeswehr-Soldaten bei Schießübungen im Nordirak. Carsten Korfmacher
Erbil.

In Syrien und im Irak nutzen Terroristen des sogenannten Islamischen Staates (IS) eine besonders brutale Masche, um die Streitkräfte ihrer Gegner anzugreifen: Selbstmordattentäter funktionieren Autos zu rollenden Feuerbomben um. Dabei wird die Front eines Geländewagens mit einer Art Rammbock versehen und die hintere Transportfläche mit Sprengstoff beladen.

Mit diesem Geschoss fahren Attentäter dann in die Stellungen ihrer Feinde, die den Angriffen mit konventionellen Waffen nichts entgegenzusetzen haben. Durch die Wucht des Aufpralls explodiert der Sprengstoff auf der Ladefläche nicht nur, sondern wird gleichzeitig mit immenser Wucht nach vorne beschleunigt. Es entsteht eine Art Feuerrakete.

Ergreifende Geschichten aus dem Irak im Nordkurier

Die kurdischen Streitkräfte im Nordirak, die Peschmerga, hatten lange Probleme mit dieser Kriegsführung des IS – bis sie von der Bundeswehr die Infanterie-Panzerabwehrrakete „Milan” zur Verfügung gestellt bekamen. Auf dem Titelbild dieses Artikels ist ein Fahrzeug zu sehen – das handbreite Loch an der Vorderseite wurde dem Rammbock durch eine Milan-Rakete zugefügt. Nur dadurch konnte ein erfolgreiches Selbstmordattentat unterbunden werden.

„Die Kurden waren so glücklich über die Milan-Raketen, dass einige sogar ihre Kinder „Milan” nannten”, berichtete ein Bundeswehrvertreter dem Nordkurier im Irak.

Nordkurier-Reporter Carsten Korfmacher reiste eine Woche durch die Autonome Region Kurdistan im Nordirak. Seine Eindrücke schildert er in einer dreiteiligen Serie, die im Nordkurier erscheint. Der erste Teil „Heikle Mission im Auge des Sturms” ist am Mittwoch, 14. August, erschienen.

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