Beschäftigte in Molkereien und Käsereien erhalten mehr Geld.
Beschäftigte in Molkereien und Käsereien erhalten mehr Geld. Klaus-Dietmar Gabbert
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Mitarbeitern in Ost-Molkereien winkt mehr Geld

Die Löhne und Gehälter steigen rückwirkend und auch für Azubis gibt es einen Aufschlag. Die Gewerkschaft sieht aber weitere Baustellen im Vergleich zu westdeutschen Betrieben.
Neubrandenburg

Die Beschäftigten der Molkereien und Käsereien in Ostdeutschland erhalten mehr Geld. Nach Angaben der Branchengewerkschaft NGG sieht der mit dem Milchindustrie-Verband erzielte Abschluss vor, dass die Löhne und Gehälter in den Betrieben rückwirkend zum 1. November um 3,1 Prozent und im kommenden Jahr zum 1.Oktober 2022 nochmals um 2,1 Prozent steigen.

Monatslohn eines Facharbeiters bei 3300 Euro brutto

Für Auszubildende soll es den Angaben zufolge zweimal ein Plus von 50 Euro geben. Der Monatslohn eines Facharbeiters liege damit seit Monatsbeginn bei 3304,30 Euro brutto.

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Die nächste Baustellen in der Milchindustrie Ost seien eine Arbeitszeitverkürzung, mehr freien Ausgleichstage für Schichtarbeiter und eine Angleichung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes, sagte NGG-Verhandlungsführer Uwe Ledwig. In allen drei Feldern gebe es noch deutliche Unterschiede zu den Standards in westdeutschen Molkereien.

7000 Arbeitsplätze hängen an den Ost-Molkereien

Insgesamt arbeiten in den milchverarbeitenden Betrieben in Ostdeutschland rund 7000 Beschäftigte. Das Tarifgebiet der Milchwirtschaft Ost umfasst etwa ein Dutzend Molkereien und Käsereien, darunter die Zentralkäserei Mecklenburg-Vorpommern in Dargun das Werk des Deutschen Milchkontors (DMK) in Altentreptow, die DMK Töchter Wheyco und Euro Cheese ebenfalls in Altentreptow sowie die Müritz Milch in Waren. Andere Betriebe orientieren sich an dem Tarifvertrag.

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