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Mehr US-Soldaten

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Nato-Großmanöver wird noch größer

Niedersachsen, Emden: Dutzende Panzer der Bundeswehr warten auf den Schiffstransport für Großmanöver der Nato in Norwegen.
Niedersachsen, Emden: Dutzende Panzer der Bundeswehr warten auf den Schiffstransport für Großmanöver der Nato in Norwegen.
Mohssen Assanimoghaddam

In zwei Wochen beginnt eines der größten Übungen in der Geschichte der Nato. Mitten in den Vorbereitungen kündigt das Militärbündnis an, dass noch mehr US-Truppen teilnehmen werden, als ursprünglich geplant.

Die Bundeswehr hat 16 Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 auf den Weg zur größten Nato-Übung seit Ende des Kalten Krieges gebracht. Die mehr als 60 Tonnen schweren Kettenfahrzeuge wurden am Mittwoch im Hafen von Emden zusammen mit Dutzenden weiteren Militärfahrzeugen auf ein Transportschiff verladen. Am Donnerstag sollen sie dann in Norwegen ankommen, wo das Nato-Großmanöver „Trident Juncture” in Kürze startet. Zu der Übung werden nach aktuellen Angaben rund 50 000 Soldaten erwartet. Die Bundeswehr stellt nach eigenen Angaben rund 10 000 davon.

US-Admiral James G. Foggo, Kommandeur des Joint Forces Command der Nato in Neapel hat bei einer Nato-Pressekonferenz am Dienstag in Brüssel angekündigt, dass zu dem Manöver auch der Flugzeugträger USS Hary S. Truman inklusive Flugzeugen und Begleitschiffen entsandt wird. Damit werden etwa 6000 weitere Soldaten nach Norwegen kommen. Die Gesamtzahl der beteiligten Soldaten erhöht sich damit von zunächst 44.000 auf jetzt 50.000.

Zu der Übung Trident Juncture werden etwa 50 000 Soldaten aus den 29 Nato-Staaten sowie aus Finnland und Schweden erwartet. Sie soll die größte Bündnisübung seit Ende des Kalten Krieges werden.

Mit dem Großmanöver will die Nato vom 25. Oktober an für den sogenannten Bündnisfall trainieren. Dieser könnte ausgerufen werden, wenn einer oder mehrere der 29 Mitgliedstaaten von einem Gegner angegriffen würden. In der Folge müssten dann die anderen Alliierten Beistand leisten.

Schnelle Eingreiftruppe der Nato prüft Einsatzbereitschaft

Für den Bündnisfall wurde nach dem Ende des Kalten Krieges lange Zeit weniger intensiv geübt. Nachdem Russland sich 2014 die ukrainische Halbinsel Krim einverleibt hatte, änderte die Nato jedoch ihre Strategie. Vor allem Polen sowie die baltischen Alliierten Litauen, Lettland und Estland fühlen sich von der Politik des großen Nachbarn verstärkt bedroht. Sie fordern Aufrüstung und mehr Abschreckung. Deswegen gilt es auch nicht als Zufall, dass das Manöver in einem Land ausgerichtet wird, das eine gemeinsame Grenze mit Russland hat.

Dass deutsche Soldaten in so großer Truppenstärke bei „Trident Juncture“ vertreten sein werden, liegt auch daran, dass die Bundeswehr im kommenden Jahr die sogenannte Speerspitze der Nato stellen wird. Diese schnelle Eingreiftruppe – mit Beteiligung von Soldaten aus Bundeswehrstützpunkten in Sanitz, Bad Sülze und Neubrandenburg – soll bei dem Großmanöver ihre Einsatzbereitschaft unter Beweis stellen.

Kommentare (2)

Das sind sie also, die Leoparden auf dem Weg in den hohen Norden. Ich glaube die die Redakteure sollten sich mal informieren wenn sie einem ein X für ein U vorsetzen wollen.

Wenn wir marschieren, durchs deutsche Tor hinaus, schwarzbraunes Mädel, du bleibst zu Haus