„Maischberger”-Talk

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Ole von Beust bringt Koalition mit AfD ins Gespräch

Der ehemalige Erste Bürgermeister von Hamburg, Ole von Beust, könnte sich eine Koalition mit der AfD offenbar durchaus vorstellen (Archivbild).
Der ehemalige Erste Bürgermeister von Hamburg, Ole von Beust, könnte sich eine Koalition mit der AfD offenbar durchaus vorstellen (Archivbild).
Daniel Reinhardt / dpa

Bei der Sendung „Maischberger” überraschte Ole von Beust (CDU). Er ist für einen Begrenzung der Kanzlerschaft und würde unter einer Bedingung über eine Koalition mit der AfD nachdenken.

Hamburgs früherer Bürgermeister Ole von Beust (CDU) hat sich nach amerikanischem Vorbild für eine Begrenzung der Kanzlerschaft auf zwei Amtszeiten ausgesprochen. „Grundsätzlich meine ich – unabhängig von der Person –, es ist immer klug, eine Amtszeit zu begrenzen. Auch im Kanzleramt auf zwei Legislaturen, wie in anderen Ländern auch”, sagte Beust am Mittwochabend in der ARD-Sendung „Maischberger”.

Dies bringe „automatisch Bewegung mit sich” und gebe „dem Regierungschef die Möglichkeit, wenn er nicht wiedergewählt werden kann, viel freier zu agieren”. Das Thema der Sendung war „Der verwirrte Wähler: Welche Partei steht noch wofür?”

„Spiegel”-Kolumnist Jan Fleischhauer sagte zu den radikalen Tendenzen und Mitgliedern in der AfD: „Es sind nicht alle Nazis, aber sie haben eine Reihe von Nazis dabei. Und interessanterweise, wenn man Nazi ist in der AfD, passiert einem auch nichts.”

Koalition mit der AfD?

Ole von Beust zog daraufhin einen Vergleich zur inzwischen aufgelösten rechtspopulistischen Schill-Partei: „Die waren rechts und rechtspopulistisch, aber keine Nazis, und sie hatten auch keine Nazis in ihren Reihen”. Hamburgs Ex-Bürgermeister hatte 2001 mit der Partei Rechtsstaatlicher Offensive (PRO) sowie der FDP eine Regierung gebildet. Dennoch überraschte er mit seiner Antwort auf die Frage von Moderatorin Sandra Maischberger, ob für ihn auch eine Zusammenarbeit mit der AfD denkbar wäre: „Wenn die AfD keine Nazis in ihren Reihen hätte, müsste man über eine Koalition nachdenken.”

Vor ziemlich genau einem Jahr ist ein Interview im Tagesspiegel erschienen, in dem er sich noch gegenteilig geäußert hatte. „Ich würde nie mit der AfD koalieren. Diese hat Berührungspunkte mit der Identitären Bewegung. Und Nazigeschwätz ist für mich indiskutabel.”

Mit Material von dpa.

Kommentare (4)

Abgesehen von der Flüchtlingskrise hat die Ausgrenzung der weitgehend gleichgeschalteten "Lügenpresse" überhaupt erst dazu geführt, dass die AfD inzwischen die drittstärkste politische Kraft in Deutschland ist. Anders gesagt: die Hetze hat sie gepusht. Dass nun der Christdemokrat Ole von Beust nun offen darüber spricht, diese Ausgrenzung zu beenden, ist sehr mutig von ihm. Er stellt sich damit offen gegen seine Partei und Angela Merkel.

"...in ihren Reihen hätte, müsste man ..." Ich lese nicht, dass Ole von Beust sich offen gegen CDU und Merkel stellt. Er schließt immer noch eine Koalition mit der AfD aus. Im Deutschunterricht wird u.a. Konjunktiv schreiben, lesen und verstehen gelehrt. In diesem Fall ist es Konjunktiv II.

In welcher unserer Parteien sitzen keine Narzisten - Nazis???? Lobbyisten Interessenvertreter, käufliche Mitläufer - Nationaldemokraten welche was ehrlich bewegen wollen und D nach vorne bringen -- herzlich willkommen -

Ein Narzisst ist ein ausschließlich auf sich selbst Bezogener. Ein Nationalsozialist hängt einer radikalen Ideologie an, die u. a. auf Antisemitismus, Rassismus und Demokratiefeindlichkeit beruht. Nationaldemokratie ist Wunschdenken (kann es von mir aus auch bleiben). Ein Nazi könnte ein Narzisst sein. Ein Narzisst muss kein Nazi sein.