Tag der Deutschen Einheit

Ost- und Westdeutsche müssen sich auf Augenhöhe begegnen

Der SPD-Ostbeauftrage Martin Dulig fordert zum Tag der Deutschen Einheit mehr Respekt und Anerkennung der Lebensleistung der Menschen in Ostdeutschland.
dpa
Der sächsische SPD-Ostbeauftragte Martin Dulig : „Im Osten habe man die Erfahrung gemacht, für die eigene hart
Der sächsische SPD-Ostbeauftragte Martin Dulig : „Im Osten habe man die Erfahrung gemacht, für die eigene harte Arbeit nicht den gerechten Lohn und damit später auch keine gute Rente zu bekommen.” Er ist auch Wirtschaftsminister von Sachsen. Sebastian Kahnert
Dresden

SPD-Politiker Martin Dulig hat zum Tag der Deutschen Einheit mehr Respekt für die Aufbauleistung der Ostdeutschen gefordert. Drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung sei es „höchste Zeit, dass sich Ost- und Westdeutsche auf Augenhöhe begegnen”, erklärte der Ostbeauftragte seiner Partei am Samstag in Dresden.

Der gebürtige Sachse Martin Dulig (Jahrgang 1974) ist seit 2014 auch der Wirtschafts- und Arbeitsminister in Sachsen und zweiter Stellvertreter von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU).

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Unterschiede zwischen Ost und West nicht verschwunden

Es gehe um Respekt im Miteinander, Respekt und Anerkennung der Lebensleistung der Menschen, Respekt vor der ehrlichen harten Arbeit. „Dieser Respekt zeigt sich in einem ordentlichen Mindestlohn, besser noch in guten tarifgebundenen Löhnen, von denen wir deutlich mehr brauchen. Daraus entstehen später auch ordentliche Renten, damit niemand Angst vor Altersarmut haben muss.”

Dulig zufolge sind die Unterschiede zwischen Ost und West längst nicht verschwunden. Es müsse Schluss sein mit noch immer bestehenden Ungerechtigkeiten bei Löhnen, Renten und Zukunftschancen. Die Ostdeutschen hätten den politischen Umbruch genauso gemeistert wie die wirtschaftliche Transformation. „Dass dabei gebrochene Lebensläufe entstanden sind, zum Teil geprägt von Arbeitslosigkeit und einem Sich-immer-wieder-neu-erfinden-Müssen hat das Vertrauen in die staatlichen Systeme nicht gerade gestärkt.”

Im Osten habe man die Erfahrung gemacht, für die eigene harte Arbeit nicht den gerechten Lohn und damit später auch keine gute Rente zu bekommen. Das habe zum "Ärger auf die Politik beigetragen”.

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