Ostbeauftragter behauptet

Ostdeutsche noch immer nicht in der Demokratie angekommen

Der Ostbeauftragte Wanderwitz hält Ostdeutsche für „diktatursozialisiert”. Daher würden sie eine Neigung zu rechtsradikalen Parteien haben, behauptet er.
dpa
Marco Wanderwitz (CDU), Ostbeauftragter der Bundesregierung, meint, Menschen in Ostdeutschland seien anfälliger für
Marco Wanderwitz (CDU), Ostbeauftragter der Bundesregierung, meint, Menschen in Ostdeutschland seien anfälliger für rechtsradikale Parteien. Jens Büttner
Berlin

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (CDU), sieht bei Menschen in Ostdeutschland eine stärkere Neigung zur Wahl rechtsradikaler Parteien als im Westen. „Wir haben es mit Menschen zu tun, die teilweise in einer Form diktatursozialisiert sind, dass sie auch nach dreißig Jahren nicht in der Demokratie angekommen sind”, sagte Wanderwitz dem „FAZ-Podcast für Deutschland”. Ein Teil der Bevölkerung habe „gefestigte nichtdemokratische Ansichten”.

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Nach seiner Einschätzung sei ein geringer Teil der AfD-Wähler „potenziell rückholbar”. Es bleibe nur Bildungsarbeit und das Hoffen „auf die nächste Generation”. Die CDU dürfe sich nicht von der AfD treiben lassen und müsse sich auf den politischen Wettbewerb mit anderen Parteien fokussieren, forderte Wanderwitz.

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