GESETZ

Pfand künftig auch beim Milch-Kauf fällig

Kunden sollen in Zukunft auch auf bestimmte Verpackungen von Fruchtsäften und Milch Pfand zahlen.
dpa
Ab 2022 soll es Pfand auf alle Einweg-Getränkeflaschen aus Kunststoff und Dosen geben. Bisherige Ausnahmen für Fruchtsäfte oder alkoholische Mischgetränke sollen wegfallen. Für Einweg-Kunststoffflaschen für Milch oder Milcherzeugnisse gilt noch eine Übergangsfrist bis 2024.
Ab 2022 soll es Pfand auf alle Einweg-Getränkeflaschen aus Kunststoff und Dosen geben. Bisherige Ausnahmen für Fruchtsäfte oder alkoholische Mischgetränke sollen wegfallen. Für Einweg-Kunststoffflaschen für Milch oder Milcherzeugnisse gilt noch eine Übergangsfrist bis 2024. Karl-Josef Hildenbrand
Berlin ·

Restaurants, Bistros und Cafés sollen ab 2023 dazu verpflichtet werden, allen Kunden auch Mehrwegbehälter anzubieten. Das sieht die Änderung des Verpackungsgesetzes vor, die das Bundeskabinett an diesem Mittwoch auf den Weg gebracht hat.

Mehr lesen: Getränke aus Polen ohne Pfand können teuer werden

Pfand auf alle Einweg-Kunststoffflaschen ab 2022

Neben der Pflicht für Händler, Mehrwegoptionen anzubieten, sieht die Novelle eine Erweiterung der Pfandpflicht auf alle Getränkeflaschen und erstmals einen vorgeschriebenen Mindestrecyclingplastik-Anteil von 25 Prozent bis 2025 vor.

Händler, die Kaffee zum Mitnehmen verkaufen, sollen ihren Kunden sowohl einen Einweg- als auch einen Mehrwegbecher anbieten müssen. Die Regel soll ab 2023 greifen. Schon früher, ab Januar 2022, soll eine erweiterte Pfandpflicht in Kraft treten, etwa für Kartons Einweg-Kunststoffflaschen mit Fruchtsäften ohne Kohlensäure. Ab 2024 soll die Pfandpflicht auch für Milch und Milcherzeugnisse greifen, die in Einweg-Getränkeflaschen aus Kunststoff verkauft werden.

Aktualisierung: 29.01.21 – Die Meldung wurde dahingehend korrigiert, dass die geplante Pfandpflicht für Einweg-Flaschen aus Kunststoff gilt, und nicht wie zuerst vermeldet für Getränke-Kartons. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen. — Die Red.

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Kommentare (3)

Auf diversen anderen Quellen kann man lesen: Für Getränkekartons wie Tetrapak wie ändert sich laut dem Gesetzentwurf nichts. Sie bleiben weiterhin pfandfrei.
Und bei Milch betrifft es definitiv auch nur die Plastik-Einwegflaschen!
[Vielen Dank für den Hinweis. Der Fehler wurde korrigiert. Verzeihen Sie bitte die Ungenauigkeit. Die Red.]

... von dpa übernommen ohne selbst zu recherchieren. Investigativer Journalismus sieht anders aus. Der Inhalt des Artikels ist halbherzig und irreführend. Note 6 setzen.

Milch ebenso - dann können wir uns das Geplänkel sparen - hatten wir ja schon mal