Seit Tagen werden Tausende tote Fische an das Ufer der Oder – hier bei Schwedt – getrieben. Patrick Pleul
Polens-Regierungschef, Mateusz Morawiecki, geht nun aktiv gegen die Umweltkatastrophe in der Oder vor. Am Freitag hat er berei
Polens-Regierungschef, Mateusz Morawiecki, geht nun aktiv gegen die Umweltkatastrophe in der Oder vor. Am Freitag hat er bereits Personal entlassen, am Samstag sucht er mit Belohnungsgeld nach den Umweltverbrechern. Lech Muszynski
Umwelt-Verbrechen

Fischsterben an der Oder – enorme Belohnung ausgesetzt

Polens-Regierungschef, Mateusz Morawiecki, geht nun aktiv gegen die Umweltkatastrophe in der Oder vor − Suche nach Umweltverbrecher mit 210.000 Euro Belohnung.
dpa
Warschau

Wegen des Fischsterbens in der Oder hat Polen eine hohe Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung eines Täters führen. Die Polizei habe dafür eine Summe von umgerechnet 210.000 Euro ausgelobt, sagte Vize-Innenminister Maciej Wasik am Samstag in Gorzow Wielkopolski. „Wir wollen die Schuldigen finden und die Täter des Umweltverbrechens bestrafen, um das es hier wahrscheinlich geht”, betonte Regierungschef Mateusz Morawiecki.

„Ich wurde auf jeden Fall zu spät informiert.”, sagt Morawiecki

Polens Regierung und Behörden stehen unter Druck. Man habe dort zu zögerlich auf das Fischsterben reagiert, heißt es von Kritikern. Am Freitagabend hatte Morawiecki deshalb den Chef der Wasserbehörde und den Leiter der Umweltbehörde entlassen. Er schließe weitere personelle Konsequenzen nicht aus, sagte der Regierungschef nun. Morawiecki räumte ein, er habe erst am 10. August von dem massiven Fischsterben erfahren. „Ich wurde auf jeden Fall zu spät informiert.”

Ebenfalls interessant: Polens Regierungschef entlässt Spitzenbeamte

Das Fischsterben in der Oder beunruhigt seit Tagen die Menschen, die in Polen und Deutschland an dem Fluss leben. Polnische Behörden hatten nach Regierungsangaben bereits Ende Juli erste Hinweise darauf bekommen, dass in dem Fluss massenweise verendete Fische treiben. Die Ursache des Fischsterbens ist noch ungeklärt.

Aus der Region: Riesige Giftwelle rollt aufs Stettiner Haff zu

 

zur Homepage