VERSUCH IN BERLIN

Polizei testet Gesichtserkennung durch Kameras

Am Bahnhof Berlin-Südkreuz werden ab 1. August Gesichter erkannt – von Überwachungskameras. Kritik daran gibt es reichlich. Wie ist Ihre Meinung dazu? Stimmen Sie ab.
dpa
Der Testlauf findet am Berliner Bahnhof Südkreuz statt.
Der Testlauf findet am Berliner Bahnhof Südkreuz statt. Paul Zinken
Berlin.

Im Berliner Bahnhof Südkreuz beginnt am kommenden Dienstag ein Versuch zur Gesichtserkennung durch Überwachungskameras. Bundespolizei, Bundeskriminalamt (BKA), Bahn und Bundesinnenministerium wollen herausfinden, wie zuverlässig die Technik ist.

250 bis 300 Testpersonen haben ihre Namen und zwei Fotos ihres Gesichts speichern lassen. Drei Kameras filmen an einem bestimmten Ein- und Ausgang sowie an einer Rolltreppe des großen Fern- und S-Bahnhofs. Ein Computerprogramm vergleicht ständig die Aufnahmen der Kameras mit den gespeicherten Fotos. Die Frage für die Polizei lautet: Erkennen Kameras und Computer die Menschen zuverlässig?

Die Bundespolizei begründet den Test mit der Abwehr von Terroristen und dem Kampf gegen Kriminalität. Die Datenschützer halten den Einsatz dieser biometrischen Gesichtserkennungsprogramme für rechtswidrig. Der SPD-Politiker Christopher Lauer, früher bei den Piraten Experte für Internet und Datenschutz, kritisiert: „Der kriminalistische Nutzen ist gleich Null.”

 
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