ABGAS-SKANDAL

Renault bietet bis zu 10.000 Euro für alte Diesel-Autos

Der Dieselgipfel ist noch nicht ganz zu Ende, da reagieren schon die ersten ausländischen Autohersteller auf die Vorgänge in Deutschland.
Carsten Korfmacher Carsten Korfmacher
Nach deutschen Autoherstellern reagiert nun auch die erste ausländische Importmarke auf den Dieselskandal in Deutschland.
Nach deutschen Autoherstellern reagiert nun auch die erste ausländische Importmarke auf den Dieselskandal in Deutschland. Marijan Murat
Neubrandenburg.

Renault bietet seinen Kunden beim Kauf eines Neuwagens eine Umtauschprämie in Höhe von 2.000 bis 10.000 Euro. Dies teilte der französische Autokonzern am Dienstag auf seiner Website mit. Das Angebot gilt ab sofort und ist bis 30. November befristet.

Die Prämien umfassen Fahrzeuge der Schadstoffnormen Euro 1 bis Euro 5 und sind nach Modellen gestaffelt. Als Faustregel gilt: je größer der Neuwagen, desto größer der Zuschuss. So erhalten Kunden bei einem Tausch in einen Kleinwagen Twingo 2.000 Euro, bei einem Megane 5.000 Euro, bei der Limousine Talisman und dem Elektrowagen Zoé 8.000 Euro und beim Minivan Espace mit 10.000 Euro.

Große Koalition einigt sich auf Maßnahmen

In der Nacht auf Dienstag hatten sich die Koalitionsspitzen auf eine Palette von Maßnahmen geeinigt, um Autofahrer vor Fahrverboten zu bewahren. Besitzer älterer Diesel in Regionen mit besonders schmutziger Luft sollen neue Angebote zum Kauf sauberer Wagen und für Hardware-Nachrüstungen bekommen.

Vorgesehen sind diese beiden Möglichkeiten zum einen bezogen auf 14 „besonders betroffene Städte” mit hohen Grenzwertüberschreitungen bei der Luftbelastung mit Stickstoffdioxid, nämlich München, Stuttgart, Köln, Reutlingen, Düren, Hamburg, Limburg an der Lahn, Düsseldorf, Kiel, Heilbronn, Backnang, Darmstadt, Bochum und Ludwigsburg. Zum anderen geht es um weitere Städte, in denen demnächst Fahrverbote kommen könnten – dies betrifft unter anderem Frankfurt am Main.

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