Noch landen jede Woche Abermillionen Handzettel und Prospekte mit Werbung in deutschen Briefkästen. Doch das könnte
Noch landen jede Woche Abermillionen Handzettel und Prospekte mit Werbung in deutschen Briefkästen. Doch das könnte sich ändern. Denn immer mehr Handelsketten wollen auf Papier-Werbung verzichten. Fernando Gutierrez-Juarez
Papier-Werbung

Rewe will auf Werbeprospekte verzichten – kein Angebote mehr im Briefkasten

Tausenden Tonnen Werbeheftchen landen jährlich in Deutschlands Briefkästen. Einige Unternehmen wollen davon weg. Das soll Papier und Energie sparen.
Neubrandenburg

Der Papierflut ein Ende bereiten, das ist das erklärte Ziel der Supermarktkette Rewe. Überquellende Briefkästen gehören mittlerweile zum Bild deutscher Städte dazu. Ein großer Grund dafür sind auch Werbehefte. 28 Milliarden dieser, mit Angeboten vollgepackten, Werbeprospekte landen jährlich zuerst in deutschen Briefkasten, danach in dem Müll. Oft auch ungelesen.

Nach Obi ist Rewe ein weiteres großes Unternehmen, das auf Reklameheftchen verzichten möchte. Obwohl Prospekte nach einer Umfrage von IFH Media Analytics zu 90 Prozent zumindest gelegentlich gelesen werden, plant Rewe ab dem 1. Juli 2023 die Produktion dieser komplett einzustellen. Dabei wird vor allem die Umwelt als größter Antrieb genannt.

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Rewe betont CO₂-Einsparungen – und will digital werben

Rewe lässt nach eigenen Angaben wöchentlich rund 25 Millionen Handzettel verteilen. Bei einem Verzicht darauf, könne der CO₂ Fußabdruck des Unternehmens erheblich minimiert werden, wie Rewe-Chef Lionel Souque gegenüber der FAZ betonte. Die Umstellung spare mehr als 73.000 Tonnen Papier, 70.000 Tonnen CO₂ und 380 Kilowattstunden Energie pro Jahr.

Man wolle mehr auf digitale Vertriebswege setzen, so Rewe. Anzeigen in klassischen Medien, könnten auch ein wichtiger Schritt sein. Aldi und Lidl wollen diesen Schritt nach eigenen Angaben noch nicht gehen. „Der Handzettel ist ein zentrales Medium, mit dem wir Kunden über kommende Angebote und neue Produkte informieren”, sagte Lidl gegenüber der FAZ.

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