TODESFALL BEIM STADTFEST

"Riot-Hipster" bei Krawall-Demonstration in Chemnitz

Es ist ein Bild, wie man es schon von den G20-Demos vom Sommer 2017 kennt: Während drumherum die Lage eskaliert, inszenieren sich manche hemmungslos.
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Link der original "Riot-Hipster" bei den G20-Krawallen in Hamburg, rechts sein faustschüttelnder Nachfolger in Chemnitz.
Link der original „Riot-Hipster” bei den G20-Krawallen in Hamburg, rechts sein faustschüttelnder Nachfolger in Chemnitz. Andreas Seidel / Twitter
Chemnitz.

Polizisten laufen nach dem Abbruch des Stadtfestes Chemnitz über eine Straße. Am Sonntagnachmittag hatten sich rund 800 Menschen in der Chemnitzer Innenstadt versammelt und setzten sich plötzlich in Bewegung. Hintergrund der Demonstration war ein tödlicher Streit in der Nacht zum Sonntag nach dem Chemnitzer Stadtfest.

Soweit die Beschreibung des Fotografen der Nachrichtenagentur dpa. Doch auf dem Foto ist noch mehr zu sehen. Ein Mann mit grünen Sneakers, schwarzer Jogginghose, schwarzem Shirt, Sonnenbrille und tätowierten Armen fotografiert sich mit erhobener Faust selbst.

Original „Riot Hipster” randalierte nicht mit

Die Szene erinnert stark an den „Riot Hipster”, der während der Krawalle zum G20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017 zu einem Internet-Phänomen geworden war. Auf Twitter machte damals ein Bild die Runde, das für viel Hohn und Spott sorgte. Es zeigte einen schwarzgekleideten Mann mit gegeltem Scheitel, gepflegtem Vollbart und tätowiertem Oberarm. Mit seinem iPhone macht ein Selfie.

Zwar zweifelten damals viele Nutzer an, ob das Foto überhaupt echt ist. Das Originalfoto hatte laut Spiegel Online aber ein österreichischer Journalist gemacht, der dem Magazin bekannt sein soll und die Echtheit des Bildes bestätigt hatte. Er hatte außerdem betont, dass sich der abgebildete Mann nicht an Sachbeschädigungen beteiligt und auch keine Gegenstände ins Feuer geworfen haben soll.

In diesem Artikel können Sie lesen, was wir bisher über die Vorgänge in Chemnitz wissen und was nicht. Mittlerweile wurde Haftbefehl gegen zwei Männer in der Sache beantragt.

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