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Russland liefert Kriegsgerät nach Syrien

Ein syrischer Soldat lässt sich mit einer russischen Panzerbüchse vom Typ RPG-7 fotografieren.
Ein syrischer Soldat lässt sich mit einer russischen Panzerbüchse vom Typ RPG-7 fotografieren.
EPA/STR

Die US-Regierung macht sich zunehmend Sorgen über Russlands Rolle in Syrien. Moskau gibt zu, Waffen an das syrische Regime zu liefern. Wird damit der Bürgerkrieg weiter angeheizt?

Medienberichten zufolge sind die Lieferungen von Kriegsgerät wie Handfeuerwaffen und Granatwerfen nach Syrien bereits im Gange oder kurz vor dem Abschluss. Russland widersetzt sich damit der scharfen Kritik der USA. Die syrische Armee erhalte zudem gepanzerte Transportfahrzeuge vom Typ BTR-82-A sowie Transporter vom Typ Ural. Die militärische Zusammenarbeit mit Syrien sei rechtmäßig, sagte der Chef der Rüstungsfirma Rosoboronexport, Anatoli Issajkin: "Alle (Waffen) sind nur für den Schutz der Grenzen und den Kampf gegen den Terrorismus gedacht."

US-Verteidigungsministerium beäugt Situation argwöhnisch

Westliche Politiker und Kommentatoren warnen dagegen, die von Russland gelieferten Waffen könnten im Bürgerkrieg auch gegen Rebellen der gemäßigten Opposition eingesetzt werden. Als Folge könne auch die Flüchtlingskrise weiter angeheizt werden. Die US-Regierung hatte in den vergangenen Tagen Hinweise für verstärkte militärische Aktivitäten der Russen in Syrien verzeichnet. "Wir sind tief beunruhigt über Berichte, wonach Russland Soldaten und Luftfahrzeuge nach Syrien gebracht haben könnte", sagte ein Sprecher des Weißen Hauses am Mittwoch. Das Verteidigungsministerium verfolge die Situation sehr genau, meinte eine Pentagon-Sprecherin dazu.