WAHL-WETTEN

Scholz bei Buchmachern Favorit auf das Kanzleramt

Geht es nach den Wettanbietern, dann ist das Rennen um das Kanzleramt schon so gut wie entschieden. Auch bei der zukünftigen Regierungskoalition gibt es einen klaren Favoriten.
Beim Blick auf die Wettquoten hat SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz gut Lachen.
Beim Blick auf die Wettquoten hat SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz gut Lachen. Ina Fassbender
Wien ·

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat laut professionellen Wettanbietern die besten Chancen auf das Kanzleramt. Mit einer durchschnittlichen Quote von rund 1,25 liege die berechnete Wettwahrscheinlichkeit, dass Scholz die nächste Bundesregierung anführt, bei 80,2 Prozent.

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Reich werden mit Baerbock

Dies geht aus einer Auswertung der Sportwetten-Informationsplattform „Wettbasis” hervor, die dafür die Daten zehn großer Wettanbieter mit Stand von Freitagmorgen (24. September, 8 Uhr) analysierte. Unionskanzlerkandidat Armin Laschet kommt demnach auf eine Quote von 4,58 (Wettwahrscheinlichkeit 21,9 Prozent). Der Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, werden mit einer Quote von 64,75 (Wettwahrscheinlichkeit 1,5 Prozent) nur noch Außenseiterchancen eingeräumt.

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Glaubt man den Buchmachern, dann wird die nächste Bundesregierung von einer Ampel-Koalition gestellt. Ein Bündnis von SPD, Grünen und FDP liegt mit einer Quote von 2,17 (Wettwahrscheinlichkeit 46,1 Prozent) deutlich vor Rot-Grün-Rot mit einer Quote von 5,47 (Wettwahrscheinlichkeit 18,3 Prozent) und einer Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP (Quote 6,40 und Wettwahrscheinlichkeit 15,6 Prozent).

Auch politische Wetten sind ein Glücksspiel

Allerdings sind diese Quoten immer mit Vorsicht zu genießen. Die von den Anbietern angegebene „Wettwahrscheinlichkeit” wird nicht nur nach objektiven Kriterien bemessen, sondern auch durch die Anzahl und Einsatzhöhe vorher abgeschlossener Wetten mitbestimmt. Somit steigt die Quote und damit sinkt die Wettwahrscheinlichkeit für „Ereignis B”, je mehr Wetten auf „Ereignis A” platziert werden. Mit dieser Quotengestaltung minimieren Wettanbieter ihr eigenes Risiko. Bei politischen Wetten liegen die Anbieter regelmäßig falsch. So war Hilary Clinton im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 deutliche Favoritin vor Donald Trump, auch ein Brexit wurde von den Buchmachern im Vorfeld des britischen Referendums als sehr unwahrscheinlich eingestuft.

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