KAMPF GEGEN TERROR

Seehofer verbietet Islamisten-Verein Ansaar International

„Wer den Terror bekämpfen will, muss seine Geldquellen austrocknen”, sagte Innenminister Horst Seehofer, nachdem er den salafistischen Verein Ansaar International verboten hat.
Horst Seehofer (CSU) hat den salafistischen Verein Ansaar International verboten. (Archivbild)
Horst Seehofer (CSU) hat den salafistischen Verein Ansaar International verboten. (Archivbild) Martin Gerten
Horst Seehofer (CSU) hat den salafistischen Verein Ansaar International verboten. (Archivbild)
Horst Seehofer (CSU) hat den salafistischen Verein Ansaar International verboten. (Archivbild) Kay Nietfeld
Berlin ·

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat den salafistischen Verein Ansaar International sowie mehrere Teilorganisationen der islamistischen Vereinigung verboten. Wie sein Sprecher, Steve Alter, am Mittwoch auf Twitter schrieb, sagte der Minister: „Wer den Terror bekämpfen will, muss seine Geldquellen austrocknen.”

Spenden für terroristische Vereinigungen

Begründet wurde das Verbot damit, die Spendensammlungen von Ansaar seien in der Absicht erfolgt, diese an terroristische Vereinigungen im Ausland weiterzugeben, insbesondere an die Al-Nusra-Front in Syrien, an die palästinensische Hamas sowie an Al-Shabaab in Somalia. Durch die unwahre Angabe, die Gelder würden ausschließlich humanitären Zwecken zugute kommen, seien Spender betrogen worden.

Nordkurier-Reporter Carsten Korfmacher hatte sich im vergangenen Jahr intensiv mit Ansaar International beschäftigt: In den ärmsten Ländern der Welt verteilt die muslimische Hilfsorganisation „Ansaar International” Millionen, in Deutschland wird der Verein vom Verfassungsschutz beobachtet. Der Vorwurf lautet Terrorfinanzierung. Der Artikel „Wohltäter oder Salafisten?” aus unserem Archiv ist eine intensive Spurensuche.

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