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Nordkurier-Interview

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Simone Lange sieht Chance auf SPD-Vorsitz

Simone Lange tritt gegen Andrea Nahles um den Posten als SPD-Parteivorsitz an.
Simone Lange tritt gegen Andrea Nahles um den Posten als SPD-Parteivorsitz an.
Soeren Stache

Keine drei Wochen sind es noch bis zum SPD-Sonderparteitag, auf dem eine neue Vorsitzende gewählt werden soll. Überraschungs-Kandidatin Simone Lange ist im Interview mit dem Nordkurier bezüglich ihrer Chancen guter Dinge.

Die Kandidatin für den SPD-Vorsitz, Simone Lange, hat sich im Nordkurier-Interview überzeugt gezeigt, im Duell mit der Bundestags-Fraktionschefin Andrea Nahles eine Chance zu haben. „Ich weiß, dass ich eine Chance habe und diese Chance ergreife ich gerade”, sagte die Oberbürgermeisterin von Flensburg (hier können Sie das ganze Interview lesen).

Ihre Touren quer durch Deutschland würden ihr „Rückenwind und Bestätigung”, sagte die 41-jährige Sozialdemokraten. „Ich habe Spaß an der Sache und will zeigen, dass Sozialdemokratie wieder Spaß machen und gewinnen kann.”

Lange will auf dem SPD-Sonderparteitag am 22. April in Wiesbaden gegen Bundestagsfraktionschefin Andrea Nahles antreten. Nach dem Rücktritt von Martin Schulz wird somit aller Wahrscheinlichkeit nach erstmals in 155 Jahren Parteigeschichte eine Frau die SPD führen

Mehr als 70 SPD-Ortsvereine pro Lange

Ihre Kandidatur für den SPD-Vorsitz sei nicht langfristig geplant gewesen, sagte Lange in dem Interview. Allerdings sei es bei ihr schon so gewesen, dass die Unzufriedenheit mit der Parteiführung über Wochen gewachsen ist. „Ich empfand es als einen unmöglichen Zustand, dass wir unsere eigene Satzung nicht mehr beachteten. Das Einsetzen von Andrea Nahles als Parteichefin wäre schlicht nicht satzungskonform gewesen. Alle haben das kritisiert, auch die Juristen in der SPD, aber niemand hat was gemacht. An dem Punkt habe ich entschieden: „Dann mache ich das halt“.”

Über die Reaktionen auf die Kandidatur zeigte sich Lange sehr überrascht. „Ich habe zu Anfang nicht einkalkuliert, dass es eine solch wahnsinniges Echo und eine so große Zustimmung bundesweit geben könnte.” Über 70 Ortsvereine stünden mittlerweile hinter ihr, sagte Lange. Das zeige, „wie groß das Bedürfnis in der Partei ist, ihren Vorsitzenden selbst zu wählen.