FLENSBURGS BÜRGERMEISTERIN

Simone Lange will SPD-Chefin werden

Im Gespräch mit dem Nordkurier kündigte sie ihren Schritt bereits an, nun lässt sie Taten folgen: Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange kandidiert um den SPD-Vorsitz. Doch alleine will sie den Job nicht machen.
Carsten Korfmacher Carsten Korfmacher
Oberbürgermeisterin der Stadt Flensburg, Simone Lange, will den Parteivorsitz der SPD übernehmen.
Oberbürgermeisterin der Stadt Flensburg, Simone Lange, will den Parteivorsitz der SPD übernehmen. Bernd Von Jutrczenka
Neubrandenburg.

Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange will SPD-Parteichefin werden. Dies gab die aus dem thüringischen Rudolstadt stammende Lange am Freitagvormittag offiziell bekannt. Antreten will sie in einer Doppelspitze mit dem Oberbürgermeister der sächsischen Kleinstadt Bautzen, Alexander Ahrens. Sie wollten „der Partei Glaubwürdigkeit zurückbringen und ein unverwechselbares Profil verleihen, mit dem sie wieder Wahlen gewinnt”, teilten Ahrens und Lange in einer gemeinsamen Erklärung mit. Als erstes wollten die beiden Kandidaten eine Debatte über soziale Sicherheit, über eine menschzentrierte Klimapolitik und über Demokratie führen, denn dies seien die „drängendsten Themen der Zeit”.

Lange gilt als dem linken Flügel der Partei zugehörig und setzte sich sich in den vergangenen Jahren immer wieder für einen Austritt aus der Großen Koalition ein. Sie schloss sich im vergangenen Jahr der linken Sammlungsbewegung „Aufstehen” von Sahra Wagenknecht an und gehörte zu den öffentlichen Gesichtern der Gruppe. (https://www.nordkurier.de/politik-und-wirtschaft/die-linken-parteien-sind-in-einer-desolaten-lage-2236191407.html)

Simone Lange kandidierte bereits im April 2018 für den Parteivorsitz der SPD. Die Parteiführung war davon nicht sonderlich begeistert – und versuchte sogar, durch einen Trick die Wahlchancen der ausgebildeten Polizeibeamtin zu verringern. (https://www.nordkurier.de/politik-und-wirtschaft/spd-torpediert-bewerbung-von-aussenseiterin-2231578703.html). Der SPD-Vorstand musste damals harte Kritik aus den eigenen Reihen abwehren, da er die damalige Fraktionschefin Andrea Nahles nach dem Rücktritt des erfolglosen Kanzlerkandidaten Martin Schulz als Parteichefin einsetzte, ohne dass es eine interne Wahl gegeben hat. „Das Einsetzen von Andrea Nahles als Parteichefin wäre schlicht nicht satzungskonform gewesen”, sagte Simone Lange damals im Gespräch mit dem Nordkurier. (https://www.nordkurier.de/politik-und-wirtschaft/simone-lange-auf-dem-weg-an-die-spitze-der-spd-0331669304.html). Das sei ausschlaggebend für ihre erste Kandidatur gewesen.

Simone Lange wurden damals nicht einmal Außenseiterchancen eingeräumt. Dass sie bei der Wahl im April 2018 dennoch 172 von 631 Stimmen und somit einen Stimmenanteil von 27,6 Prozent bekam, werteten viele als großen Erfolg für die 42-Jährige. „Ich fühle mich bestärkt durch das Ergebnis meiner Kandidatur des vergangenen Jahres und trete deshalb erneut an”, sagte Lange dazu am Freitagmorgen.

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