PARTEITAG ALS STARTSCHUSS

SPD geht mit Respekt ins Rennen ums Kanzleramt

Wenn die SPD die Chance aufs Kanzleramt haben will, muss sie einiges aufholen – und will „aus Träumen Zukunft machen”.
dpa
Der SPD-Parteitag soll Startschuss im Rennen ums Kanzleramt sein.
Der SPD-Parteitag soll Startschuss im Rennen ums Kanzleramt sein. Wolfgang Kumm
Berlin ·

Vier Monate vor der Bundestagswahl will die SPD am Sonntag mit einem Online-Parteitag Auftrieb im Rennen um das Kanzleramt bekommen. Momentan liegen die Sozialdemokraten mit ihrem Kanzlerkandidaten Olaf Scholz in Umfragen deutlich hinter den Grünen mit Annalena Baerbock und der Union mit Armin Laschet an der Spitze.

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SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil gab sich vor dem Parteitag trotzdem optimistisch: „Das wird hier für uns Tag eins der Aufholjagd für die Bundestagswahl”, sagte er. „Das Rennen geht ja jetzt erst los.”

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Im Zentrum des Parteitags steht an diesem Sonntag das Programm für die Bundestagswahl im Herbst. Der Entwurf des Vorstands stellt unter den Schlagworten „Zukunf” und „Respekt” eine Neuausrichtung der Wirtschaft hin zur Klimaneutralität und eine Stärkung des sozialen Miteinanders ins Zentrum. Scholz will mit einer Rede für Aufbruchsstimmung sorgen.

Fast alle per Internet zugeschaltet

Der Vizekanzler, der bereits im vergangenen August von der Parteispitze als Kandidat vorgeschlagen worden war, soll von den 600 Delegierten auch noch einmal bestätigt werden. Die Delegierten sind per Internet zugeschaltet. In der Berliner Parteitagshalle sind aus Gründen des Corona-Schutzes im Wesentlichen nur die engste Parteiführung und das Tagungspräsidium versammelt.

In Umfragen liegen die Sozialdemokraten abgeschlagen bei 14 bis 16 Prozent. Die Grünen kommen in den Erhebungen seit Mitte April auf 21 bis 28 Prozent. Die Union erreicht Werte von 23 bis 28 Prozent. Die jüngsten dieser Erhebungen sehen die Grünen vor der Union. Klingbeil betonte, für die SPD gehe es nun darum, „die Beliebtheitswerte und die Kompetenzwerte, die Olaf Scholz hat, auf die SPD zu übertragen”.

Im Zentrum des Programms, mit dem Scholz und die Partei ins Rennen ums Kanzleramt gehen wollen, steht das Versprechen einer „Gesellschaft des Respekts”. „Wir wollen aus Träumen Zukunft machen”, verspricht die SPD und nennt gerechte Löhne, eine Wirtschaft, die klimaneutral weltweit Standards setzt sowie einen modernen und starken Sozialstaat.

 

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