GROKO-UMFRAGE

Union und SPD unbeliebt wie noch nie

Laut einer Meinungsumfrage hätte die Große Koalition keine Mehrheit bei den Wählern mehr. Das abgesagte Jamaika-Bündnis ist demnach beliebter.
Die Parteivorsitzenden Martin Schulz (SPD, links), Horst Seehofer (CSU) und Angela Merkel (CDU) kommen zur Hauptverhandlungsrunde im Willy-Brandt-Haus, der SPD-Parteizentrale, am 02. Februar 2018.
Die Parteivorsitzenden Martin Schulz (SPD, links), Horst Seehofer (CSU) und Angela Merkel (CDU) kommen zur Hauptverhandlungsrunde im Willy-Brandt-Haus, der SPD-Parteizentrale, am 02. Februar 2018. Bernd Von Jutrczenka
Berlin.

CDU/CSU verloren bei der Sonntagsfrage im Vergleich zur Vorwoche drei Prozentpunkte und fielen auf 30,5 Prozent. Die SPD kam nur noch auf 17 Prozent.

Damit gebe es erstmals seit Erhebung des INSA-Meinungstrends keine Mehrheit mehr für eine Große Koalition, hieß es. Ein Jamaika-Bündnis aus CDU/CSU, FDP und Grünen kommt hingegen zusammen auf 53 Prozent. Die Grünen (12,5 Prozent) gewinnen eineinhalb Punkte, AfD (15 Prozent) und FDP (10 Prozent) gewinnen je einen Punkt hinzu. Die Linke (11 Prozent) hält ihren Wert aus der Vorwoche.

Andere Umfragen bestätigen Abwärtstrend

In einer am Sonntag veröffentlichten Emnid-Erhebung für die „Bild am Sonntag“ lag die CDU/CSU bei 33 Prozent und die SPD bei 20 Prozent – das ergibt eine Mehrheit von 53 Prozent für die Große Koalition. Die AfD kam auf 13 Prozent, die Grünen lagen bei 11 Prozent, die Linke bei 10 Prozent und die FDP bei 9 Prozent.

Im wenige Tage zuvor veröffentlichten neuen ARD-„Deutschlandtrend“ war die SPD auf 18 Prozent gefallen – die Union verharrte bei 33 Prozent. Das ist eine knappe Mehrheit von 51 Prozent.

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Kommentare (1)

Regierungen muss man weder lieben noch nicht lieben. Auf Regierungen achtet man, ob sie vernünftige Politik machen. Mehrheitlich wurde eine mögliche Koalition von CDU/CSU/SPD wiedergewählt. Also gibt es noch viele Bürger, die das während der Bundestagswahl berücksichtigten. Die Sondierung von Jamaika zeigte, dass andere Konstellationen keinen politischen Willen zeigten. Vielleicht kriegen es die Wähler bei der nächsten Bundestagswahl hin, die GroKo abzuwählen.