QUERDENKER DISKRIMINIERT

Verlag nimmt Kinderbuch vom Markt

Nordkurier-Bericht mit Folgen: Nachdem sich das Leibniz-Institut kritisch über die verurteilende Darstellung von Querdenkern in einem Wimmelbuch geäußert hatte, reagiert der Verlag jetzt.
Das Hasenfranz-Wimmelbuch mit der kritisierten Passage (rechts) soll „mit sofortiger Wirkung” vom Markt genommen w
Das Hasenfranz-Wimmelbuch mit der kritisierten Passage (rechts) soll „mit sofortiger Wirkung” vom Markt genommen werden. Ullmann Medien/Schamann
Regelbecher mit Bierplauze und Pulle in der Hand: So wird in dem Buch ein Querdenker dargestellt. „Zum Zeitpunkt der Ers
Regelbecher mit Bierplauze und Pulle in der Hand: So wird in dem Buch ein Querdenker dargestellt. „Zum Zeitpunkt der Erstellung der Texte war der Begriff neutral, nunmehr ist er jedoch offensichtlich politisch aufgeladen”, rechtfertigt sich der Verlag. Ullmann Medien/Schamann
Mannheim ·

Das Kinderbuch „Das lustige Hasenfranz Wimmel-Vorlesebuch” aus dem Hause Ullmann Medien werde mit sofortiger Wirkung vom Markt genommen, teilte der Verlag am Sonntag mit. Die Darstellung des darin gezeigten Querdenkers sei „unglücklich”. Dem Verlag läge es fern, „in einem Kinderbuch politische Botschaften zu transportieren.”

Am Freitag hatte der Nordkurier über eine Passage aus dem Kinderbuch berichtet, in der ein Querdenker als verlodderte, unsympathische Figur gezeigt wird. Im Text zur Zeichnung heißt es: „Er ist Querdenker und hält sich nicht an Regeln.”

Mehr dazu "Gefährliche Vorurteile": Empörung über Querdenker-Hetze in Kinderbuch

„Manipulation der Jüngsten”

Das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache hatte die Darstellung scharf kritisiert. „Hier wird pauschal über eine Gruppe von Menschen geurteilt. Es werden Vorurteile reproduziert. Das ist das Gefährliche daran“, so Sprach- und Politikwissenschaftlerin Prof. Heidrun Kämper. Sie sei keine Sympathisantin der Querdenker, bei aller Kritik an der Bewegung sei diese Art der Darstellung in einem Kinderbuch aber sehr bedenklich.

Auch entsetzte Leser hatten sich an den Verlag gewandt. Die Bild-Text-Kombination werde als Hetze und Diskriminierung empfunden, heißt es in einer Mail an Ullmann Medien, die dem Nordkurier vorliegt. „Ich stehe in keiner Verbindung zu den Querdenkern, stelle mich aber der medialen und politischen Verfolgung jedweder Gruppe entgegen – vor allem wenn sie mit solch plumpen Darstellungen die Jüngsten unserer Gesellschaft zu manipulieren versucht”, so der Verfasser. Auch in den Online-Rezensionen zu dem Buch gab es zahlreiche empörte Reaktionen.

Erst Verteidigung, dann Kehrtwende

Ullmann Medien hatte sich im Nordkurier zunächst verteidigt. Die Verwendung aktueller und durch die Medien verbreiteter Begriffe in einem Kinderbuch seien nicht zu verurteilen, sondern zu begrüßen, hieß es in einer Mitteilung. (Das ungekürzte Statement hier)

Zwei Tage nach Erscheinen des Nordkurier-Artikels nun aber die Kehrtwende. Unternehmenssprecher Jürgen Pütz teilt am Sonntag mit: „Der Verlag Ullmann Medien wird den Titel 'Das lustige Hasenfranz Wimmel-Vorlesebuch' mit sofortiger Wirkung vom Markt nehmen. Grund ist die Verwendung des Begriffes 'Querdenker' in Verbindung mit einer Illustration.”

Ausführliches Statement des Verlages

Weiter heißt es: „Wir werden das Buch nicht weiter veröffentlichen, weil der dort in einer Geschichte verwendete Begriff 'Querdenker' offensichtlich Reaktionen ausgelöst hat, die wir weder beabsichtigt noch erwartet haben. Zum Zeitpunkt der Erstellung der Texte war der Begriff neutral, nunmehr ist er jedoch offensichtlich politisch aufgeladen.

Auch wenn wir der Meinung sind, dass die Verwendung aktueller und durch die Medien verbreiteter Begriffe in Kinderbüchern nicht grundsätzlich zu verurteilen ist, zeigen uns die Reaktionen, dass die Darstellung in diesem Falle unglücklich war.

Ausdrücklich weisen wir darauf hin, dass wir mit der Wortwahl und der dargestellten Szene weder ein politisches Statement setzen noch einzelne Personen oder Personengruppen verunglimpfen wollten. Ebenso lag es uns fern, in einem Kinderbuch gesellschaftspolitische Botschaften zu transportieren.”

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Kommentare (22)

und wann wacht der Nordkurier endlich auf und schmeißt die Schamann endlich raus?
Die ist ne Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Gesundheit der Menschen.
Die Alte leugnet das Virus, die Alte leugnet die Infizierten und Erkrankten und die Alte leugnet die vielen Corona-Toten.
RAUS MIT DER SCHAMANN!!!!

Nein, wahrscheinlich besoffen.
Eine derart verunglimpfende Sprache wie die Ihrige sollte vom Nordkurier unterbunden werden.
Ich kann mich nicht entsinnen, in irgendeinem Artikel von Frau Schamann gelesen zu haben, dass sie etwas „leugnet“.
Solche Menschen wie Sie sind gefährlich.

na wieder mächtig am heulen und beleidigen du LAPPEN

Nicht besser

mimimimi

@ ichbindas: Wenn man so locker vorgeführt wird wie Sie hier durch Imagine würde es von Größe zeugen, das mit einem "Touché" zu kommentieren. "mimimimi" zeugt eher von geistiger Schwäche.
@ Imagine: Großartig!

Ich verfolge nun schon seit einiger Zeit ihre Ergüsse - Kommentare kann man sie kaum nennen - hier zu Artikeln im Nordkurier. Das geistige Niveau, dass aus ihnen spricht, ist einfach unterirdisch.
Gerade solche Typen wie Sie sind doch sonst immer gleich am Heulen von wegen Hate Speech usw. Dann sollte auch Ihrem umnebelten Hirn vielleicht auffallen, dass Sie genau das machen.
Tun Sie allen Lesern des Nordkurier doch einfach den Gefallen und halten Ihre Klappe.
(Falls Sie das nicht verstehen, ich könnte Ihnen das auch für geistiges Niveau aufarbeiten, aber dann streikt womöglich meine Tastatur.)

Diese einseitige Darstellung zu hinterfragen, finde ich sehr wichtig. Bitte auf alle Sterotypen übertragen.
Einige Füllwörter von Frau Schamann sind aber überflüssig...

Der Quotengeier hat Aas gewittert.
Benjamin Friedrich lässt grüßen.

einfach nur die Pest. Vielleicht sollte sie einfach nur den Arbeitgeber wechseln. Muss ja nicht gleich der Stürmer sein. BILD reicht.

Und so weit entfernt ist der NK manchmal auch nicht mehr.

Die Zukunft wird gruselig werden. Die Verteidiger der Demokratie und Menschenwürde wenden demokratiezersetzende und menschenunwürdige Bilder und Sprache ein.

"Beim Puppendoktor".
"Krank ist auch der Hampelmann, weil er nicht mehr strampeln kann, und ...“
An dieser Stelle geht es diskriminierend weiter- Frau Schamann widmet sich so enthusiastisch der Kinderliteratur - da können Sie dann gleich anknüpfen- oder wird man hier ja wohl noch was sagen dürfen und an anderer Stelle nicht?!

Pommernschaedel, Imagine-all the... und all die heldenhaften Maulhelden, die hier wieder quaken, Jungs, habt ihr eigentlich außer Schaum vor dem Mund auch ein paar Neuronen im Schädel? Euch müssen andere Meinungen nicht passen, doch jedes Mal ausfallend werden, zeugt nicht gerade von Intelligenz. Wenn ihr euch als Helden des antifaschistischen, antirassistischen (ihr könnt weitere Einsetzen) Widerstands betrachtet, dann ist das zum Fremdschämen.

Wo beleidige ich? Schaum oder Aggressionen, wann?
Inhaltlich stimme ich dem Artikel doch zu. Passt nicht ins Klischee?

Unser Provinzblatt soll dicht am Stürmer sein? Da fehlt wohl doch noch ein Stück, selbst zur BILD fehlt noch vieles, z. B. die vielen großen Bilder und Schlagzeilen.

Sorry, wenn ich das falsch ausgedrückt habe, galt auch mehr dem großen pommerschen Denker.

Klischee? Nee, denke ich nicht, zumindest bemühe ich mich redlich, nicht ständig in welchen zu denken. Fällt aber manchmal schwer bei den Sprechblasen, die hier teilweise abgesondert werden.

Da hatte Frau Schamann tatsächlich gearbeitet. Und typisch Bild sind reißerische Überschriften und Likes um jeden Preis. Das finde ich gehäuft hier. Und dadurch werden Klischees gefördert und absolute Standpunkte suggeriert.

nur mit den „Likes“ ist es nicht ganz so. Schönen Abend noch!

hier keine reißerische Überschrift. Anders als in vielen anderen Berichten in vielen Zeitungen. Vielleicht sind Sie es, die Klischees bedient?

Bei den nächsten Titeln a la Bild, gebe ich Ihnen Bescheid. Aufmerksame Leser*Innen haben sicherlich verstanden, dass "gehäuft" nicht immer meint.

Mit diesem Buch gibt es folgende Probleme:
* Querdenker ist nicht klar definiert
(muss nicht schlimm sein wenn man es auch dem Kontext erkennt welche gemeint sind)
* Die Grafiken sind sehr hässlich (Fantasie und Energie schädigend), das muss umgehend unterbunden werden oder gezielt bei den Grünen die auf solche schlechten Grafiken stehen verkauft werden, die dürfen aber nicht lästern wie es dieses Buch tut
* Die Inhalte sind im Beispiel schon voll vorbei (es sei denn man will sich über welche Lustig machen, die sich an solche falschen Pauschalverbote ohne Ausgleich halten)

Aber auch der Artikel, denn solche Art von Büchern oder Zeitungen (Satire...) darf nicht verboten werden, solange es nicht begründet einseitig ist (also Beispielsweise alle Menschen beleidigt werden würden, nicht aber Pflanzen und niedere Tiere).

der sein Bein an das Schild hebt eigentlich männlich oder weiblich oder noch was anderes?
Da er angeleint ist, wird er wohl vom Hasen gefangen gehalten?
Warum ist er eigentlich grün – und nicht schwarz?
Wer sagt denn, dass es Nacktfrösche gibt und keine Negerfrösche?