Marco Wanderwitz (CDU), Ostbeauftragter der Bundesregierung.
Marco Wanderwitz (CDU), Ostbeauftragter der Bundesregierung. ROBERT MICHAEL
Ostbeauftragter

Wanderwitz wiederholt Kritik am ostdeutschen Wähler-Verhalten

Marco Wanderwitz (CDU) sagte kürzlich, dass Ostdeutsche noch nicht in der Demokratie angekommen seien. Dafür hagelte es Kritik, doch nach der Wahl in Sachsen-Anhalt sieht er sich im Recht.
dpa
Berlin

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sieht sich der Ostbeauftragte der Bundesregierung in seiner Annahme bestätigt, dass Ostdeutsche häufiger rechtsradikale Parteien wählen als Westdeutsche. Es gebe einen harten Kern, den man nicht so eben zurückholen könne, und der sei leider größer als im Westen, sagte Marco Wanderwitz (CDU) mit Blick auf das Wahlergebnis der AfD der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Kein Dauerzustand

Gerade junge Leute müssten „unbedingt” für die Demokratie gewonnen werden. „Es ist doch kein Dauerzustand, dass wir jedes Mal bei einer Wahl in Ostdeutschland wie das Kaninchen auf die Schlange starren und ängstlich abwarten, wie hoch das Ergebnis der AfD diesmal ausfällt.”

Wanderwitz sagte: „So schön es ist, dass die extremen Parteien verloren haben, mehr als 20 Prozent für die AfD sind mir immer noch erschreckend zu viel.” Die CDU hatte die Landtagswahl am Sonntag in Sachsen-Anhalt klar gewonnen. Die AfD kam auf Platz zwei, blieb mit 20,8 Prozent aber unter ihrem alten Ergebnis (24,3).

„Stärkere Neigung zur Wahl rechtsradikaler Parteien”

Erst vor kurzem hatte Wanderwitz mit Aussagen, nach denen AfD-Wähler teils dauerhaft für die Demokratie verloren seien, für eine Kontroverse auch in seiner eigenen Partei gesorgt. Er sehe bei Menschen in Ostdeutschland eine stärkere Neigung zur Wahl rechtsradikaler Parteien als im Westen, hatte er gesagt.

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