Lexikon

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Was bedeutet eigentlich das Wort Rabauke?

Schade, dass nur wenige Worte ihre Entwicklung so zum Positiven wenden konnten, wie das kleine Wörtchen „toll“. Früher einmal hat es so viel wie „verrückt“ oder „durchgeknallt“ bedeutet. Wenn heute aber einer sagt, „Das hast du toll gemacht“, dann heißt das nicht „Es ist zum Verrücktwerden“, sondern: „Astrein abgeliefert“.

Dem Wörtchen „Rabauke“ ist dieser Gesinnungswandel leider nicht gelungen. Jedenfalls nicht so richtig. Das Internetlexikon Wikipedia meint nämlich, der Rabauke stamme von dem feinen französischen Wort „ribaut“ ab, was so viel wie Lotterbube meint. Dann nahmen sich die Holländer des Wortes an und es wurde zu „rabauw“, zum Strolch und Schurken.
Erst vor gut 100 Jahren kam dann in Deutschland der Rabauke um die Ecke, um sich zum Rüpel und zum Grobian zu gesellen. Seitdem werden weniger empfindsame Mitmenschen Rabauken genannt. Was aber manchmal nichts Schlimmes sein muss. Einige davon haben es sogar zu Weltruhm gebracht. So beklagte der große Humorist Mark Twain einst in einer Stadt sogar die Abwesenheit von „Trunkenbolden und Rabauken“. md

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