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Weniger Baugenehmigungen für Wohnraum

Der angespannte Wohnungsmarkt ist auch im Wahlkampf Thema. Nun hat das Statistische Bundesamt neue Daten vorgestellt: Die Zahl der Baugenehmigungen ist zurückgegangen.

Vor allem die Zahl der Baugenehmigungen für Eigenheime ist zurückgegangen.
Jens Büttner Vor allem die Zahl der Baugenehmigungen für Eigenheime ist zurückgegangen.

Die Behörden in Deutschland haben in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres weniger Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt als im Vorjahreszeitraum. Von Januar bis einschließlich Juli 2017 wurden 199.426 Baumaßnahmen in Wohn- und Nichtwohngebäuden genehmigt, wie das Statistisches Bundesamt am Mittwoch mitteilte.

Das waren nach Berechnungen der Wiesbadener Behörde 6,6 Prozent oder fast 14.200 weniger als ein Jahr zuvor. In 175.799 Fällen ging es um Neubauten (minus 3,8 Prozent).

Gegen den allgemeinen Trend lagen die Genehmigungen von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit 1,9 Prozent beziehungsweise gut 1800 Einheiten im Plus. Damit erreichte die Anzahl genehmigter Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit fast 96.300 Wohnungen den höchsten Wert in dem Sieben-Monats-Zeitraum seit zwanzig Jahren.

Rückläufig waren unterdessen die Zahlen für Einfamilienhäuser (minus 7,7 Prozent auf 53 507 Einheiten) sowie für Wohnungen in Wohnheimen (minus 29,9 Prozent auf 9673 Einheiten), wozu auch Flüchtlingsunterkünfte zählen.