Lebensmittel-Industrie

Wie bei Zigaretten, Alkohol, Zucker – bald neue Regeln für Fleisch-Werbung?

Nach Ansicht von Greenpeace sollte Werbung für Fleisch durch genaue Vorschriften geregelt werden. Das sind die Gründe der Umweltschutzorganisation.
dpa
Wie Fleisch künftig beworben wird, will Greenpeace neu verhandeln.
Wie Fleisch künftig beworben wird, will Greenpeace neu verhandeln. Julian Stratenschulte
Hamburg

Die Bewerbung von Wurst- und Fleisch-Produkten steht im Fokus einer neuen Greenpeace-Kampagne. „Die Produktion von tierischen Erzeugnissen gehört mit zu den größten Treibhausgasemittenten weltweit. Um Klima- und Artenschutzziele erreichen zu können, muss der Ernährungssektor radikal umgestellt werden“, sagte Stephanie Töwe, Agrarexpertin von Greenpeace, am Dienstag in Hamburg.

Trotzdem halte die Fleischindustrie fahrlässig an der massiven Bewerbung ihrer bedenklichen Produkte fest. „Die Werbung für klimaschädliche Produkte sollte daher reglementiert werden, damit der Fleischkonsum nicht weiter mit falschen Bildern und Slogans angeheizt wird“, sagte Töwe.

„Perfide Marketingtaktiken”

Greenpeace hatte die Untersuchung „Aufgedeckt. Die sieben Mythen der Fleischindustrie“ zur Kultur der Fleischvermarktung in Frankreich, Polen, Spanien, Dänemark, Deutschland und der Schweiz in Auftrag gegeben. Danach versuche die Fleischindustrie, „weiterhin mit perfiden Marketingtaktiken – ähnlich denen der Tabakindustrie – Fleisch und Fleischprodukte als besonders natürliche, nötige und gesunde Lebensmittel zu vermarkten“, so Greenpeace.

Untersucht wurden über 51 Marken. Der Fokus lag dabei auf den Strategien und Symbolen, mit denen die Fleischindustrie den Fleischkonsum auf den europäischen Märkten anzukurbeln versucht.

 

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