Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat den von der großen Koalition beschlossenen einmaligen Corona-Zuschuss von 15
Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat den von der großen Koalition beschlossenen einmaligen Corona-Zuschuss von 150 Euro für Menschen in Grundsicherung als unzureichend kritisiert. Marijan Murat
Corona-Krise

Wohlfahrtsverband reicht Zuschlag zu Hartz IV nicht

Menschen in Grundsicherung sollen einen einmaligen Corona-Zuschuss von 150 Euro bekommen. Der Paritätische Wohlfahrtsverband findet das „beschämend”.
dpa
Berlin

Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat den von der großen Koalition beschlossenen einmaligen Corona-Zuschuss von 150 Euro für Menschen in Grundsicherung als unzureichend kritisiert. „Es ist wirklich beschämend, wie die Bundesregierung die Not der Armen in dieser Krise monatelang ignoriert hat, die Menschen nun mit 150 Euro abspeist und im Regen stehen lässt”, sagte Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider am Donnerstag. Für Beziehende von Hartz IV und Altersgrundsicherung sei die nach dem Koalitionsausschuss angekündigte Einmalzahlung nach einem Jahr Corona-Krise viel zu wenig. „Die Krisenbewältigung der großen Koalition bleibt ein armutspolitisches Trauerspiel.”

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Stattdessen brauche es einen monatlichen Zuschuss für die Dauer der Krise für coronabedingte Mehrausgaben – etwa für Masken, sagte Schneider. Wie andere Verbände und Gewerkschaften forderte der Paritätische Wohlfahrtsverband neben einer Anhebung der Regelsätze in Hartz IV und Altersgrundsicherung auf mindestens 600 Euro einen pauschalen Corona-Mehrbedarfszuschlag von 100 Euro monatlich. Zudem seien die angekündigten Gutscheine für zehn FFP2-Masken für Grundsicherungsempfänger bisher nicht angekommen, kritisierte Schneider.

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