Zweifel an Statistik

Zahl der Corona-Fälle in Kliniken übertrieben?

Neue Recherchen zeigen, dass viele Krankenhaus-Patienten, die vom Robert-Koch-Institut als stationäre Corona-Fälle gezählt werden, in Wirklichkeit aus anderen Gründen ins Krankenhaus gekommen sind.
Nicht jeder Patient, der positiv auf Covid-19 getestet wurde, ist auch wegen dieser Erkrankung im Krankenhaus, sondern hat mit
Nicht jeder Patient, der positiv auf Covid-19 getestet wurde, ist auch wegen dieser Erkrankung im Krankenhaus, sondern hat mitunter gar keine Symptome. Jens Büttner
Berlin

Es ist eine Recherche, die Zweifel nährt an den offiziellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) – veröffentlicht wird sie in dieser Woche in der neuen Ausgabe der Wochenzeitung „Die Zeit”. Demnach sind zwischen 20 und 30 Prozent der Patienten, die in der offiziellen RKI-Statistik auftauchen, in Wirklichkeit aus anderen Gründen im Krankenhaus und nur zufällig positiv auf Covid19 getestet worden, ansonsten aber symptomfrei. Darunter zählen der ZEIT zufolge etwa Gebärende oder verunglückte Personen.

Sogar auf den Intensivstationen sei dieser Effekt zu beobachten: Auch hier würden Patienten positiv getestet, die sich aus anderen Gründen auf der Intensivstation befinden. In der Statistik tauchen sie dann aber wieder als Corona-Patienten auf. Bei den Intensiv-Patienten liege die Quote bei zehn Prozent, zitiert das Blatt den Deutschen Verband der Intensivmediziner (Divi).

 

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