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Erste Züge schon jetzt ausgefallen

Wenn die Lokführer Mittwoch wieder streiken, fallen voraussichtlich viele Züge aus.
Wenn die Lokführer Mittwoch wieder streiken, fallen voraussichtlich viele Züge aus.
Paul Zinken

Die Streikankündigung der Lokführer hat in MV und Brandenburg bereits am Mittwochmorgen zu ersten Beeinträchtigungen im Zugverkehr geführt. Seit 9 Uhr gibt es im Regionalverkehr einen eingeschränkten Fahrplan. Um 14 Uhr beginnt der Streik.

Im gesamten Bundesgebiet stehen am Mittwoch ab 14 Uhr die meisten Züge wieder still. Dann hat die Lokführergewerkschaft GDL ihre Mitglieder zu einem Streik bei der Deutschen Bahn aufgerufen. Der flächendeckende Arbeitskampf soll bis Donnerstagmorgen 4 Uhr dauern, teilte die Gewerkschaft mit. Wie bei den vorherigen Streiks ist damit zu rechnen, dass die Auswirkungen noch bis Donnerstagmittag anhalten werden.

Seit Mitternacht gilt ein eingeschränkter Fahrplan im Fernverkehr - viele Züge fallen aus. Ab 9 Uhr gibt es auch im Regionalverkehr einen eingeschränkten Fahrplan. Ziel der Bahn ist es, dass trotz des Streiks so viele Reisende wie möglich dort ankommen, wo sie hin wollen.

Schon vor Streik Zugausfälle

Die Streikankündigung der Lokführer hat in Mecklenburg-Vorpommern bereits am Mittwochmorgen zu ersten Beeinträchtigungen im Zugverkehr geführt. So fielen unter anderem Verbindungen von Rostock, Schwerin und Neubrandenburg nach Kopenhagen, Frankfurt/Main und München laut Fahrplanauskunft der Bahn aus. Auch in Berlin und Brandenburg ist es schon am Morgen zu Zugausfällen gekommen. Betroffen sein wird außerdem wie schon am 7./8. Oktober auch die Berliner S-Bahn.

GDL fordert mehr Geld und kürzere Arbeitszeit

Die Deutsche Bahn verweigere inhaltliche Tarifverhandlungen mit der GDL, kritisierte der Vorsitzende Claus Weselsky - ein Vorwurf, den die Bahn erst am Dienstag zurückgewiesen hatte. "Die DB verlangt von uns tatsächlich, dass wird die Füße stillhalten, bis wir gesetzlich abgeschafft werden", sagte Weselsky.

Erst in der Nacht zum Mittwoch vergangener Woche hatte ein neunstündiger Streik den Bahnverkehr gelähmt und auch tagsüber noch zu zahlreichen Verspätungen und Ausfällen geführt. Die GDL fordert fünf Prozent mehr Geld und eine zwei Stunden kürzere Wochenarbeitszeit. Sie will auch für Zugbegleiter, Bordgastronomen sowie Disponenten verhandeln, die in den Leitzentralen Züge und Personal koordinieren. Daran scheiterten bislang die Verhandlungen.

 

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