StartseitePolitikKlima-Kleber weggeschoben – Geldregen für Brummi-Fahrer

AfD-Bundestagsfraktion

Klima-Kleber weggeschoben – Geldregen für Brummi-Fahrer

Berlin/Stralsund / Lesedauer: 2 min

Der Brummi-Fahrer, der in Stralsund einen Klimaschützer der „Letzten Generation“ mit seinem Lkw von der Straße geschoben hatte, bekommt bundesweit Hilfe – auch aus dem Bundestag.
Veröffentlicht:08.12.2023, 11:48

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Es ist ein Fall, der bundesweit großes Aufsehen verursacht hatte: Am 12. Juli riss Tobias H. der Geduldsfaden - vermeintliche Klimaschützer hatten seinen beruflichen Weg in Stralsund blockiert und eine Kreuzung mit einem klebrigen Sitzprotest lahmgelegt.

Brummi-Fahrer erfährt Welle der Sympathie

Der Brummi-Fahrer war daraufhin aus seinem Lkw ausgestiegen und hatte ein Mitglied der „Letzten Generation“ von der Straße gezogen. Der Klimaschützer war aber sofort zurück auf die Fahrbahn gekrabbelt. Tobias H. setzte sich derweil wieder an das Steuer des Lasters. Er fuhr los und schob den - wieder vor dem Laster sitzenden - Demonstranten vor sich her

Das juristische Nachspiel folgte prompt - Tobias H. wurde vom Amtsgericht Stralsund zu einer Geldstrafe in Höhe von 1800 Euro und zu einem viermonatigen Fahrverbot verurteilt. Bereits im Vorfeld der Verhandlung hatte der Brummi-Fahrer eine Welle der Sympathie gespürt - deutschlandweit hatten sich Menschen solidarisiert. Spenden wurden gesammelt, ein hoher fünfstelliger Betrag kam zusammen. 

Damit nicht genug: Pünktlich zur Adventszeit gab es weitere finanzielle Unterstützung, diesmal von der AfD-Bundestagsfraktion. Die sammelte 2600 Euro für Tobias H. - am Nikolaustag überreichte Leif-Erik Holm, Stralsund gehört zu seinem Wahlkreis, die Spende. Daran hatte sich auch Enrico Komning, AfD-Bundestagsabgeordneter aus Neubrandenburg beteiligt.

Holm bezeichnet Klimaschützer als Kriminelle

Holm garnierte das Geschenk mit deftigen Worten an die Adresse der extremen Klimaschützer. „Wer hat schon Verständnis für die radikalen Klima-Ideologen von der ,Letzten Generation', die in Bayern gerade als kriminelle Vereinigung eingestuft wurde?“, fragte der AfD-Landeschef in Mecklenburg-Vorpommern.

Und er hatte auch gleich die Antwort parat: „Ja, es sind Kriminelle, die normale Bürger, die unser Land Tag für Tag am Laufen halten, drangsalieren und von der Arbeit abhalten. Dass da nicht immer alle Reaktionen perfekt sind, ist doch niemandem zu verdenken. Es wird höchste Zeit, dass diese Klima-Extremisten nicht mehr in Talkshows sitzen, sondern ihnen das Handwerk gelegt wird.“

Ob die Gruppe wirklich als kriminelle Vereinigung eingestuft wird, dazu dauern die Ermittlungen laut einem Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft München aber noch an. Das Landesgericht München sieht einen Anfangsverdacht einer kriminellen Vereinigung und hatte im November – ein halbes Jahr nach einer bundesweiten Razzia bei der Gruppe – die Durchsuchungen für rechtmäßig befunden. Ob die Gruppe tatsächlich eine solche Vereinigung gebildet haben, sei damit aber nicht endgültig entschieden, sagt ein Gerichtsprecher.