StartseitePolitikKretschmer dringt erneut auf diplomatische Lösung im Ukraine-Krieg

Hohe Energiekosten

Kretschmer dringt erneut auf diplomatische Lösung im Ukraine-Krieg

Berlin / Lesedauer: 1 min

Um die hohen Energiekosten zu senken, dürfe sich Deutschland den Weg zu russischem Gas nicht für alle Zeiten versperren. Ein Umdenken sei erforderlich.
Veröffentlicht:02.07.2023, 12:50

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Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat mit Blick auf den Krieg in der Ukraine erneut auf eine diplomatische Lösung gedrungen. „Wir müssen viel stärker auf Diplomatie setzen, um den Ukraine–Krieg zu beenden“, sagte der CDU–Politiker im Interview der Funke Mediengruppe am Sonntag. Er erwarte, dass sich die Bundesregierung dafür öffne.

Viele Möglichkeiten für einen Kompromiss

Deutschland dürfe sich den Weg zu russischem Gas nicht für alle Zeiten versperren, sagte Kretschmer. „Notwendig wäre, neu über alles nachzudenken: Atomkraft, Kohleausstieg, heimisches Gas, Nord Stream 1, den Ausbau der Erneuerbaren — es gibt viele Möglichkeiten, zu einem Kompromiss zu kommen.“ Handwerker, Mittelständler und Privathaushalte wüssten aufgrund der hohen Energiepreise momentan nicht, wie sie über die Runden kommen sollen.

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„Wir müssen alles tun, um die Energiepreise zu senken.“ Der stellvertretende CDU–Bundesvorsitzende war mit seinen Forderungen nach deutschen Vermittlungen im Ukraine–Krieg in den vergangenen Monaten auch parteiinern in die Kritik geraten.