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Radikale Klimaschützer – fast 1200 Straftaten durch „Letzte Generation“

Berlin / Lesedauer: 1 min

Das Brandenburger Tor haben sie beschmiert. Spuren zeigen bis heute: Die „Letzte Generation“ hat sich dort verewigt. Doch das ist nicht die einzige Straftat der Gruppe.
Veröffentlicht:10.01.2024, 05:55

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Für große Teile der Öffentlichkeit wird der Deutsche Bundestag als Plenarsaal und Ort von mehr oder weniger geistreichen Debatten wahrgenommen. Doch das Parlament bietet mehr als den Austausch von Argumenten - die im Bundestag vertretenen Parteien stellen täglich auch zig schriftliche Anfragen an die Bundesregierung. Oftmals gehen die Antworten, die teilweise erst Wochen später eintrudeln, im politischen Alltagsgeschäft unter - und doch verbergen sich nicht selten spannende Zahlen, Daten und Fakten im Schriftverkehr zwischen Regierung und Fraktionen.

Bis September allein 1.196 Straftaten erfasst

Das Innenministerium von Nancy Faeser beispielsweise gab Einzelheiten zu der Straftaten der „Letzte Generation“ bekannt. Die Sicherheitsbehörden haben demnach vom 1. Januar 2022 bis 30. September 2023 insgesamt 1.196 Straftaten registriert, die den selbst ernannten Klimaschützern der „Letzte Generation“ zuzurechnen seien, heißt es in einer Antwort auf eine Anfrage der AfD-Fraktion. Im Zeitraum zwischen dem 28. Oktober 2021 und dem 28. November 2023 wurden dem Bundeskriminalamt über den Kriminalpolizeilichen Meldedienst insgesamt 1.221 Fälle übermittelt, die als Sachbeschädigungsdelikte dem Unterthemenfeld „Klima“ zugeordnet worden seien.

115.000 Euro Kosten für Reinigung

Hinsichtlich der Farbattacke der „Letzte Generation“ auf das Brandenburger Tor hat die Berliner Staatsanwaltschaft Anklage gegen sechs radikale Klima-Kleber erhoben. Diesen wird gemeinschädliche Sachbeschädigung vorgeworfen, drei Männern und einer Frau zudem Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Sie sollen an der Farbattacke am 17. September des vergangenen Jahres beteiligt gewesen sein, bei dem das symbolträchtige Wahrzeichen mit orangegelber Farbe besprüht wurde.

Nach Angaben des Berliner Immobilienmanagements entstand ein Schaden von 115.000 Euro. Noch bis zum heutigen Tag sind - trotz aufwendiger Reinigung - Spuren der Farbschmierereien zu sehen.