IS-VERBINDUNG

Durchsuchungen wegen Terrorverdachts in ganz Hessen

Terrorverdacht in Hessen: Bei einer Razzia in mehreren Großstädten ist ein Hauptverdächtiger verhaftet worden. Er soll einen Terroranschlag vorbereitet haben. Auch in Berlin gab es Festnahmen.
Die Polizei hat am Mittwoch insgesamt 54 Objekte in ganz Hessen wegen Terrorverdachts durchsucht, teilte die Oberstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main mit.
Die Polizei hat am Mittwoch insgesamt 54 Objekte in ganz Hessen wegen Terrorverdachts durchsucht, teilte die Oberstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main mit. Boris Roessler
In Berlin sind am Dienstag drei Männer unter Terrorverdacht verhaftet worden. Nach Medien-Informationen wurde auch die "Fussilet"-Moschee in Berlin-Moabit durchsucht.
In Berlin sind am Dienstag drei Männer unter Terrorverdacht verhaftet worden. Nach Medien-Informationen wurde auch die "Fussilet"-Moschee in Berlin-Moabit durchsucht. Rainer Jensen
Frankfurt (Main).

Die Polizei hat am frühen Mittwochmorgen mehrere Objekte in ganz Hessen wegen Terrorverdachts durchsucht. Insgesamt 54 Objekte seien betroffen gewesen, teilte die Oberstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main mit. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung über den Einsatz berichtet.

Die Durchsuchungen richteten sich nach Angaben der Oberstaatsanwaltschaft gegen 16 Beschuldigte zwischen 16 und 46 Jahren. Gegen einen 36-jährigen Tunesier wurde Haftbefehl erlassen. Er soll als Anwerber und Schleuser für die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) tätig gewesen sein. Er habe ein Terrornetzwerk aufbauen wollen, um einen Anschlag zu verüben.

Es habe kein konkretes Anschlagsziel gegeben, sagte ein Sprecher der Landespolizei. Die Planung sei noch in einer frühen Phase gewesen. Durchsucht wurden unter anderem Wohnungen, Geschäftsräume und Moscheen.

Drei Festnahmen in Berlin

Am Dienstagabend waren in Berlin drei Terrorverdächtige verhaftet worden. Es habe Durchsuchungen und Festnahmen mit Haftbefehlen gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Abend. Es gehe um den Verdacht auf Terror und Islamismus. Die Federführung liege bei der Staatsanwaltschaft.

Medien-Informationen zufolge ermittelt die Staatsanwaltschaft Berlin wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Die Männer sollen enge Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und Irak gehabt haben. Die Polizei bestätigte einen Zusammenhang mit dem IS zunächst nicht. Hinweise auf konkrete Anschlagspläne in Deutschland sollen nicht vorliegen.

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung wurde auch die "Fussilet"-Moschee in Berlin-Moabit durchsucht, wo die Männer verkehrt haben sollen. Der Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri war in diesem Moschee-Verein ein- und ausgegangen. Auch unmittelbar vor dem Terroranschlag am 19. Dezember war er dort von einer Überwachungskamera gefilmt worden.

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