ANGEBLICHE MISSHANDLUNG

Junge Frau täuscht Vergewaltigung und Bedrohung vor

Es muss sich wie der blanke Hohn für tatsächliche Opfer von Gewalt anhören: Eine Rostockerin hatte bei der Polizei ausgesagt, sie sei verfolgt, geschlagen und vergewaltigt worden. Nun stellte sich heraus: All dies war gelogen.
Die Aussagen der Frau hatten die Bevölkerung in Panik versetzt und für viel Arbeit bei der Polizei gesorgt.
Die Aussagen der Frau hatten die Bevölkerung in Panik versetzt und für viel Arbeit bei der Polizei gesorgt. dpa
Rostock ·

Wie die Beamten mitteilten, hatte die 23-Jährige die Polizei seit Mitte Februar 2014 in Atem gehalten und für große Unsicherheit im Rostocker Nordosten gesorgt. Sie habe vorgegeben, mehrfach Opfer von Straftaten geworden zu sein.

Unter anderem habe sie gesagt, dass ein ihr unbekannter Mann ihr in mehreren Fällen und über längere Zeit nachgestellt und sie mit einem Messer bedroht habe. Am 16. Juni habe sie angezeigt, in ihrem Haus niedergeschlagen und Opfer einer Vergewaltigung geworden zu sein.

"Mit enormem Aufwand ermittelten zahlreiche Beamte der Schutz- und Kriminalpolizei über Wochen, um den vermeintlichen Täter zu stellen.
Jetzt sind die Ermittlungen abgeschlossen. Dabei stellte sich heraus, dass keine der angezeigten Straftaten tatsächlich stattgefunden hat", so Polizeisprecherin Isabel Wenzel.

Nun muss sich die junge Frau wegen des Vortäuschens von Straftaten verantworten. Ihr könnten bis zu drei Jahren Haft oder eine Geldstrafe drohen.
 

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