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Mutmaßliche Schleuser am Rostocker Seehafen erwischt

Die Bundespolizei hat am Wochenende zwölf Flüchtlinge ohne Ausweispapiere ertappt. Außerdem gingen den Beamten fünf mutmaßliche Schleuser ins Netz.

Gleich zwei Fälle von Menschenschmuggel hat die Bundespolizei nach eigenen Angaben am Wochenende in Rostock aufgedeckt. Am Freitagnachmittag haben die Polizisten ein schwedisches Auto überprüft. Der schwedische Fahrer konnte sich ausweisen, seine Mitfahrer, drei iranische Staatsangehörige, hatten jedoch keine Reisepapiere bei sich. Die Ermittlungen ergaben, dass die Männer über Albanien und Ungarn nach Schweden geschleust werden sollten.  Bei der einen Person handelte es sich offensichtlich um den Sohn des mutmaßlichen Schleusers.

Die anderen Beiden sollten für ihre Schleusung jeweils 5.000 Euro zahlen. Einen Teilbetrag in Höhe von 2 000 Euro zahlten sie in Albanien und das restliche Geld sollte in Hamburg beziehungsweise in Schweden gezahlt werden. Die Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Schleuser dauern an. Die drei iranischen Staatsangehörigen wurden nach gestellten Schutzersuchen an die zentrale Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Horst / Nostorf weitergeleitet.

Bereits am Vortag in Aachen erwischt

Am Sonntag gegen 03.00 Uhr griffen die Bundespolizisten dann erneut im Seehafen Rostock zu. Vier mongolische Staatsangehörige versuchten, mit einer Fähre nach Skandinavien zu gelangen. Mitgeführte Dokumente belegten, dass sie bereits am Vortag in Aachen aufgriffen wurden. Deshalb nahmen die Rostocker Beamten Verbindung mit den Kollegen in Aachen auf. Die Ermittlungen ergaben, dass am Samstagnachmittag gegen 16.15 Uhr eine Streife der Bundespolizei in Aachen die Personen bereits auf der Autobahn 44, in einen zuvor aus Belgien eingereisten PKW, kontrollierten.

Fahrer war ein 25-jähriger Mongole, der sich ordnungsgemäß mit einem mongolischen Pass und einen spanischem Aufenthaltstitel ausweisen konnte. Mitfahrer waren eine 27- und 41-jährige Frau und ein 30-jähriger Mann mit vermutlich chinesischer Abstammung, die lediglich französische Asylbescheinigungen zur Kontrolle vorlegen konnten. Wegen des Verdachtes der unerlaubten Einreise und der Einschleusung von Ausländern wurden die Personen durch die Aachener Kollegen mit zur Dienststelle genommen. Die Überprüfung in Frankreich bestätigten die Angaben zu den Personen. Nach der Anzeigenerstattung wurden die unerlaubt eingereisten Personen aufgefordert, sich nach Frankreich zurückzubegeben. Hierfür erhielten sie eine Grenzübertrittsbescheinigung, die sie nach ihrem Eintreffen in Frankreich bei einer deutschen Auslandvertretung abgeben sollten.

Statt nach Frankreich ging es nach Rostock

Doch nach dem Motto, die Katze kann das Mausen nicht lassen, fuhr der vermeintliche Schleuser mit seinen drei Begleitern jedoch nicht in Richtung Frankreich, sondern in den Norden Deutschlands. Nach dem erneuten Aufgriff in Rostock wurde gegen die Personen eine Ausreiseuntersagung, außer nach Frankreich, ausgesprochen. Der vermeintliche Schleuser wurde aufgefordert sich unverzüglich nach Spanien zu begeben.

Bei allen anderen Aufgriffen handelte es sich um Personen, die die Gültigkeitsdauer ihres Visums überschritten hatten. Es handelte sich hierbei um einen serbischen, einen türkischen, zwei mazedonische, einen albanischen und einen somalischen Staatsangehörigen sowie um vier Staatenlose, die jeweils nach Beendigung der Anzeigenaufnahme die Dienststelle verlassen durften und ihre Weiterreise antraten.