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Teenager beim Boxkampf verletzt

Ein erfahrener Boxtrainer, der seine Aufsichtspflicht grob verletzt haben soll, muss sich an diesem Donnerstag in einem Berufungsprozess am Landgericht Neubrandenburg verantworten.

Dem 71-Jährigen wird von der Staatsanwaltschaft fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen, wie ein Gerichtssprecher am Montag sagte. Der Beschuldigte soll einen 15-Jährigen schon bei der zweiten Übungsstunde gegen einen sehr erfahrenen Kämpfer in den Ring geschickt haben.

Das Amtsgericht Waren hatte den Trainer im Juli 2014 zu knapp 2400 Euro Geldstrafe verurteilt. Gegen das Urteil hatte der Mann Rechtsmittel eingelegt. Die Staatsanwaltschaft hatte sogar eine Bewährungsstrafe für den Boxtrainer verlangt.

Bei dem Kampf Ende 2012 wurde der Teenager schwer verletzt und laut Amtsgericht erst viel zu spät medizinisch versorgt. Er musste in einer Augenklinik operiert werden und sei immer noch nicht beschwerdefrei. Die Mutter des Jugendlichen hatte den Trainer angezeigt.