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Vermisster Rentner übernachtete auf Bombodrom

Beim Pilzesammeln die Orientierung verloren.
Patrick Pleul

Ein Rentner ist beim Pilzesuchen kilometerlang über das munitionsbelastete Bombodrom geirrt und musste dort übernachten. Durch Zufall wird er jedoch entdeckt.

Der seit Montag auf dem sogenannten Bombodrom bei Zempow vermisste Pilzsucher ist nur durch einen glücklichen Zufall gefunden worden. Wie ein Polizeisprecher am Mittwoch in Neuruppin sagte, entdeckte eine Hubschrauberbesatzung den 76-jährigen am Dienstagabend auf dem Truppenübungsplatz im Wald bei Schweinrich (Kreis Ostprignitz-Ruppin), etwa 20 Kilometer südlich von Zempow. 

Die rund 100 Suchkräfte, die unweit der Landesgrenze Brandenburgs zu Mecklenburg den ehemaligen Truppenübungsplatz durchkämmten, hatten den Mann nicht gefunden. Der Rentner aus Berlin, der die Nacht auf dem Bombodrom verbracht hatte, sei ansprechbar gewesen, sicherheitshalber aber in ein Krankenhaus gebracht worden.

Der 76-Jährige hat ein Wochenendhaus in Zempow und war am Montagvormittag zum Pilzesuchen aufgebrochen. "Er hatte seiner Frau in Berlin am Telefon gesagt, dass es sich lohnt und er weitergeht", sagte der Polizeisprecher. Am Montagabend sei der Rentner dann nicht mehr telefonisch erreichbar gewesen und vermisst gemeldet worden. Die erste Suche war ergebnislos geblieben. Ob die Batterie seines Handys leer war oder er keinen Empfang mehr hatte, sei unklar. Das Auto des Mannes war am Wald unweit von Zempow entdeckt worden. Große Teile des Bombodroms gelten als munitionsbelastet.